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Schriller Filmspaß mit derbem Humor

Wir sind die Millers Schriller Filmspaß mit derbem Humor

Als Stripperin und Drogendealer geben die Comedy-Stars Jennifer Aniston und Jason Sudeikis ein seltsames „Ehe“-Paar ab. Als Scheinfamilie getarnt schmuggeln sie in „Wir sind die Millers“ Drogen. Dabei geht es oft unter die Gürtellinie.

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Eine ziemlich schräge Familie: Jennifer Aniston (von links), Will Poulter, Julia Roberts Nichte Emma und Jason Sudeikis sind die „Millers“. Foto: Michael Tackett/Warner Bros.

Quelle: Warner Bros.

Marburg. Die Millers sind eine schräge Familie. Kein Wunder, in Wirklichkeit kennen sich die „Eltern“ David und Rose und die „Geschwister“ Casey und Kenny kaum. Gegen Bezahlung gaukeln sie nämlich amerikanische Familienidylle im riesigen Wohnmobil vor. Als Scheinfamilie wollen sie Drogen aus Mexiko in die USA schmuggeln.

Der kleine Marihuana-Dealer David (Jason Sudeikis) steckt in der Klemme. Für den großspurigen Drogenlieferanten Brad (Ed Helms) nimmt er einen gefährlichen Schmuggelauftrag an. Davids Nachbarin Rose (Jennifer Aniston) ist ihren Stripper-Job satt. Für Geld will sie zur Abwechslung Gattin und Mutter spielen. Auf der Straße greifen sie die Ausreißerin Casey (Emma Roberts) auf. Zum Familienglück fehlt nur noch Bruder Kenny, ein scheuer, unbeholfener Teenager (Will Poulter).

Rose tauscht den G-String und die platinblonde Stripper-Perücke gegen bunte Caprihosen und einen blonden Pferdeschwanz ein. David trimmt die Haare auf aalglatt, Casey legt den Nasenring ab. Auf geht‘s zum Campingurlaub nach Mexiko. Das komplette Chaos ist vorprogrammiert.

Hauptdarsteller kannten sich bereits

„Wir sind die Millers“ ist keine „Familien“-Komödie, sondern ein derbes Roadtrip-Abenteuer, das voll unter die Gürtellinie geht. Mrs. Miller legt einen flotten Striptease hin, um die wütenden Drogenbarone abzulenken. Aniston macht dabei eine gute Figur, wagt aber nur halbe Sachen. Auf völlig nackte Haut lässt sich Hollywoods neues „Bad Girl“ nicht ein.

US-Regisseur Rawson Marshall Thurber trägt dick auf. Mit bisweilen vulgärem Humor werden Klischees von korrupten Cops und Spießbürgern breit getreten. Gleich vier Drehbuchautoren, Steve Faber und Bob Fisher mühten sich mit oft absurden Dialogen ab. Die Autoren belassen es nicht konsequent beim kruden Humor. Sie geben noch eine deftige Portion Herz und Tiefgang dazu.

Schneidet man die „Miller“-Höhepunkte zusammen, kommt man bestimmt auf eine viertel Stunde spaßige Situationskomik. Doch auf einer Laufzeit von 110 Minuten zieht sich das Roadmovie in die Länge.

Sudeikis und Aniston, die sich bereits von den Komödien «Kill the Boss» und «Der Kautions-Cop» kennen, hatten zumindest bei den Dreharbeiten richtig Spaß. Im Abspann des Films laufen lustige Outtakes mit Versprechern, Gags und Improvisation. Mehr von dem spontanen Talent der Comedy-Stars hätte den Millers bestimmt gut getan.

von Barbara Munke

Zuschauermeinungen von der OP-Vorpremierenbesuchern
  • „Der Hammer. Kann ich Jennifer Aniston für meinen Junggesellenabschied bekommen?“Sam Schneider (27) aus Marburg
  • „Gute Unterhaltung! Kurzweilig und lustig, mit schönem Finale.“
  • Susanne Dietz (43) aus Ebsdorfergrund
  • „Zum Schlapplachen.“
  • Donna Müller aus Marburg
  • „Witzig, witzig.“ Birgit Scheffel aus Marburg
  • „Dieser Film ist cool, witzig und erheitert jeden Alltag. Echt sehenswert.“ Angela Dörr (52) aus Stadtallendorf
  • „Super lustiger Film. Die Schauspieler wurden perfekt in Szene gesetzt. Sehr gelungen.“Malin Grebe (21) aus Dautohetal„Geile Familie. Super gut gemachter Film mit sehr lustigen Stellen. Voll mein Geschmack. Ende: legendär.“ Marie Sophie Willershäuser (19) aus Buchenau
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