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Schlagerfans sorgen sich um ihr Geld

Roland-Kaiser-Konzert abgesagt Schlagerfans sorgen sich um ihr Geld

Das Konzert des Schlagerstars Roland Kaiser am 2. Februar in der Wetzlarer Rittal-Arena ist kurzfristig abgesagt worden. Nur rund 600 Karten wurden nach Angaben des Veranstalters Jürgen Pilz - viel zu wenig, um die Kosten des Konzerts mit Hallenmiete, Gage und Sicherheit auch nur annähernd zu decken, fand der Stadtallendorfer.

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Roland Kaiser bedauert die Konzertabsage.Foto: Schirnhofer

Quelle: Paul Schirnhofer

Stadtallendorf / Wetzlar. Für ihn fangen die Probleme damit erst an: Die 600 Roland-Kaiser-Fans fürchten um ihr Geld. Sie haben für ihre Karten mindestens 39,20 Euro in der billigsten Kategorie bezahlt.

Ob Jürgen Pilz alle auszahlen kann, ist offen. „Es ist für mich sehr schwierig. Für mein Unternehmen bedeutet das das Aus“, sagte er gestern der OP. Die Abwicklung sei bereits in die Wege geleitet

Auf der Homepage von Roland Kaiser heißt es: „Das Konzert am 2. Februar in der Rittal Arena Wetzlar musste abgesagt werden. Gegen den Veranstalter wurden aufgrund unlauteren Verhaltens bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Zu Ticket-Fragen können wir leider keine Angaben machen. Bitte wenden Sie sich an den Veranstalter beziehungsweise die jeweiligen Vorverkaufsstellen.“

Aber auch die Vorverkaufsstellen winken ab. Inzwischen reagieren auch der Gegenbauer Ticketservice und die Rittal Arena Wetzlar, bei denen Kunden ihr Geld für die Karten einforderten: Sie weisen in einer E-Mail an die OP darauf hin, „dass bereits erworbene Tickets vom Veranstalter Jürgen Pilz rückerstattet werden.“ Die Kunden müssten sich daher direkt an den Veranstalter wenden, der Gegenbauer Ticketservice fungiere lediglich als Vorverkaufsstelle und trete die Einnahmen an den Veranstalter ab.

Jürgen Pilz ist noch nicht lange im Veranstaltungsgeschäft. In Wetzlar sollte Roland Kaiser die erste richtig große Veranstaltung für sein junges Unternehmen werden - es war sein erster Vertrag mit der Rittal-Arena, wie Arenadirektor Stefan Mayer gestern gegenüber der OP erklärte. „Die Absage ist für uns genauso unangenehm wie für jede andere Vorverkaufsstelle“, so Mayer.

Die Konzertveranstalter tragen inzwischen in diesem Geschäft das größte Risiko: Sie machen Verträge mit Künstlern oder deren Tourmanagement, buchen die Hallen - und bleiben in so einem Fall oft auf den Kosten sitzen. Dem Unternehmen Pilz-Veranstaltungen hat dieser Verlust jedenfalls „das Genick gebrochen“, so der Stadtallendorfer. Er hat sich einen Anwalt genommen.

von Uwe Badouin

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