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Sanierung des Museums rückt näher

Rotary Club Marburg spendet für Kunstmuseum Sanierung des Museums rückt näher

Die Innensanierung des Kunstmuseums in der Biegenstraße rückt Spende für Spende näher. Am Freitag übergab der Rotary Club Marburg den Erlös einer Kunstversteigerung in Höhe von 20 400 Euro.

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20 400 Euro übergab der Rotary Club Marburg den Museumsfreunden, die das Geld direkt an das Kunstmuseum weiterleiten. Gedacht ist es für die Innensanierung des Museums im Ernst-von-Hülsen-Haus.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Am 8. November vergangenen Jahres brachte der ehemalige Marburger Arbeitsgerichtsdirektor und Kunstfreund Hans Gottlob Rühle Kunstwerke unter den Hammer – mit Erfolg. Gespendet wurden die Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Fotoarbeiten von 32 Künstlerinnen und Künstlern sowie Sammlern aus der Region. Die Versteigerung war eine Aktion des Rotary Clubs (RC) Marburg anlässlich seines 60-jährigen Bestehens.

Am Freitag übergaben die damalige Rotary-Präsidentin Regina Leimbach und der aktuelle Rotary-Präsident Professor Dr. Martin Koch den Versteigerungserlös in Höhe von 20 400 Euro an die Freunde des Marburger Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Deren Vorsitzender Horst Piringer, wie sein Stellvertreter Bernd Höhmann zugleich Mitglieder des RC Marburg, leiten das Geld direkt weiter an das Museum.

„Heute ist ein Glückstag für unsere Aktion“, sagte Piringer angesichts der Spende. Denn der kleine Umweg, den das Geld über die Museumsfreunde nimmt, hat seinen Grund: Der Verein möchte die Patenschaft für das Eingangsfoyer des Museums übernehmen – 75 000 Euro haben die Museumsfreunde dafür bereits zusammengetragen. Davon kamen allein rund 27 000 Euro von Rotary: Neben dem Erlös der Versteigerung hatte Rotary noch den Erlös aus einem Kalender-Verkauf gespendet.

Krause: Kratzen an der halben Million

Bei der Innensanierung jedoch geht es um ganz andere Summen. Auf rund 5 Millionen Euro wurde die Innensanierung mit der barrierefreien Erschließung durch einen Aufzug, neuer Heizungs- und Elektrotechnik und einer energetischen Erneuerung im Jahr 2013 geschätzt. Es ist eine gewaltige Summe, die in wenigen Wochen schon überholt sein könnte, wenn neue Berechnungen präsentiert werden.

Gleichwohl ist Universitätspräsidentin Professorin Dr. Katharina Krause optimistisch. Die Spendenaktion der Universität unter dem Titel „Kunst braucht Raum – Mehr Museum für Marburg“ läuft ihrer Ansicht nach sehr gut. „Das Kunstmuseum hat viele Freunde“, sagte sie mit Blick auf den Freundeskreis und den RC Marburg. „Wir kratzen an der Spenden-Marke von 500 000 Euro. Das ist für Marburg eine beachtliche Leistung.“ Sie sei zuversichtlich, „dass wir in naher Zukunft den Baubeginn feiern können“.

Ein Startdatum wollte sie nicht nennen. Es gibt zu viele Unwägbarkeiten mit der Großbaustelle im repräsentativen Ernst-von-Hülsen-Haus, „denn alles hängt mit allem zusammen“, so Krause. Das 1927 fertiggestellte Gebäude im Herzen der Stadt wird nicht nur vom Kunstmuseum genutzt, es beherbergt auch das Archäologische, das Christlich-archäologische, das Vorgeschichtliche und das Musikwissenschaftliche Seminar sowie das Kunstgeschichtliche Institut und das Bildarchiv Foto Marburg.

Präsentation von Hilde Eitels Kunstsammlung

Weitgehend sicher ist inzwischen, dass das renommierte Bildarchiv Foto Marburg das Gebäude verlassen wird. Wie das Museum platzen auch die anderen Universitätseinrichtungen in dem Gebäude aus allen Nähten. Mehr Raum wollen und brauchen alle.

Zudem liegt das Ziel der Universität, für die Sanierung 1,25 Millionen Euro an Spenden zu sammeln, noch in weiter Ferne. Auf Iris Rubnich, die seit kurzem an der Philipps-Universität für das Fundraising, also das Geldsammeln, zuständig ist, wartet noch jede Menge Arbeit. Dessen ungeachtet will die Universität mit der Innensanierung beginnen, „auch wenn der Spendentopf noch nicht gefüllt ist“, betonte Professorin Krause.

Nach einem optimistischen Eröffnungzeitraum für den ersten Bauabschnitt des Museums gefragt, nannte sie den Jahreswechsel 2016/17. Womit eröffnet wird steht schon fest: Es wird die Präsentation der Kunstsammlung sein, die die verstorbene Marburger Unternehmerin Hilde Eitel dem Universitätsmuseum vermacht hat. Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck freut sich über das Engagement für das Museum: „Gemeinsam können wir das schaffen.“

von Uwe Badouin

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