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„SSO“ trotzt allen Überraschungen

Klassik beim Stadtfest „SSO“ trotzt allen Überraschungen

Der Eröffnungsabend von „3 Tage Marburg“ bietet viele liebgewonnene Traditionen, wie der schwungvolle Auftritt der VfL-Bigband auf dem Marktplatz oder das Klassik-Open-Air mit dem Höhenfeuerwerk als Schlusspunkt.

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Freitagabend begeisterten Bakad Kapelye auf dem Marktplatz.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die Lutherische Pfarrkirche war unterdessen wieder in der Hand des musikalischen Nachwuchses. Nach dem Konzert des Marburger Kinderchors unter der Leitung von Nils Kuppe, zeigten die Schüler der Marburger Musikschule ihr Können.

Auf dem Marktplatz entführte die Bigband des VfL Marburg nach der Fanfare zur Festeröffnung die zahlreichen Besucher auf dem Marktplatz auf eine musikalische Weltreise mit vielen bekannten Stücken.

Danach heizten die Musiker von „Bakad Kapelye“ dem Publikum mit osteuropäischen Folklore und Klezmer ein. Dabei drehten sie ein Musikvideo, bei dem die Besucher vor der Bühne mit Wunderkerzen wild tanzend für tolle Stimmung sorgten.

Junge Talente der Marburger Musikschule präsentierten ein Kammerkonzert in der Lutherischen Pfarrkirche.

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Auch auf der Montevideobühne auf dem Schlosspark war die Musikschule vertreten, etwa beim Auftritt von Lukas Pilgrim und Eric Sindermann als Gitarren-Duo. Auf der Parkbühne am hinteren Teil des Parks ging es musikalisch bunt zu, mit schnellem Klezmer und Musik vom Balkan von Mala Isbuschka - und vor allem mit Yvonne Mwales eingängiger Afro-Mischung aus Jazz, Reggae und Blues.

Höhepunkt war natürlich wie jedes Jahr das Klassik-Open-Air auf der vollbesetzten Freilichtbühne mit dem Feuerwerk um kurz nach 23 Uhr passend zu Händels Feuerwerkmusik.

 

Die Erlöse des Benefizkonzerts gingen dieses Jahr an den Verein Mobilo, der das Turmcafé im Spiegelslustturm betreibt. Mit Auszügen aus Filmmusiken wie Ennio Morricones „Gabriel’s Oboe“ aus dem Film „The Mission“ oder bekannten Stücken wie „Der Zauberlehrling“ von Paul Dukas begeisterte das Studentensinfonieorchester (SSO) sein Publikum.

Dirigent führt durch das Programm

Dabei hatte das Laienorchester eine harte Probewoche hinter sich. So hatten die Musiker einige Ausfälle zu beklagen und zwei Stunden vor dem Konzert stellte sich heraus, dass es keine externe Moderation geben sollte, wie sie sonst jedes Jahr gestellt wird.

Dies erwies sich aber als großer Glücksfall. Denn Dirigent Manfred Ulrich Metzger führte so selbst auf höchst charmante Weise durch das Programm. „Was für ein Kleid, wie herrlich“, begrüßte er die Solistin Eva Maria Summerer, die mit ihrer schönen Mezzosopran-Stimme faszinierte.

Dieses Jahr war es den Veranstaltern von 3TM auch gelungen, das Programm der Bühnen besser aufeinander abzustimmen. Statt lauten Rhythmen, wie in den vergangenen Jahren, stand auf der Montevideobühne nebenan A-capella-Musik und ein Trio mit den Geigenlehrerinnen Svetlana Urintsova und Natalia Raithel mit dem Pianisten Gunter Friedrich auf dem Programm.

Manfred Ulrich Metzger freute sich, dass das Stadtfest dieses Jahr so gut mit der Seitenbühne ausbalanciert war, wie er im Gespräch erzählte. Ganz ließen sich Geräusche von der Nebenbühne natürlich nicht abschalten, die dieses Jahr aber nicht störten. „Ein bisschen Festivalcharakter darf ja auch sein“, so Metzger.

von Mareike Bader

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