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„Ruken‘s Galerie“ will einen Rahmen schaffen für Kunst

Neu in Marburg „Ruken‘s Galerie“ will einen Rahmen schaffen für Kunst

„Marburg braucht weitere Galerien“, forderte Pit Metz bei der Eröffnung von „Ruken’s Galerie“. Gemessen an der Einwohnerzahl Marburgs gebe es hier sehr viele produzierende Künstler, doch die Repräsenta­tionsräume fehlen.

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Die Galeristen Halise Adsan (2. von rechts) freut sich zum Start ihrer „Ruken‘s Galerie“ in der Oberstadt über den Besuch zahlreicher Küsntlerinnen und Künstler.Foto: Mareike Bader

Marburg. Inhaberin der neuen Galerie mitten in der Oberstadt ist die Marburger Stadtverordnete Halise Adsan, genannt Ruken. In der Türkei hat sie Journalismus studiert und als Fotografin gearbeitet. Als dies nicht mehr möglich war, kam sie als Flüchtling nach Deutschland. Ruken ist selbst Künstlerin, während ihres Studiums in Marburg hat sie Kurse des Studienfachs „Grafik und Malerei“ im Nebenfach belegt. „Ich bin ein offener Mensch, in meiner Malerei bin ich aber sehr schüchtern“, erzählt sie über sich selbst.

Offenheit erlebt man auch in ihrer Galerie, die gegenüber einer Eisdiele mit großen Fenstern einlädt. „Die Leute sollen reingucken“, wünscht sich die frischgebackene Galeristin. Sie habe lange nach einem Standort gesucht. Als sie den Laden in der Neustadt mit dem Blick vom Balkon auf Spiegelslust entdeckt habe, sei sie begeistert gewesen.

Zur Eröffnung kamen viele Bekannte, Freunde und Passanten, die interessiert die überquellende Galerie beobachteten. Schnell war es in den Räumen so voll, dass auch draußen gefeiert wurde.

Bei seiner Rede fragte sich Pit Metz, was Kunst ausmache, und zeigte ein Bild, das erst durch den Rahmen als Kunst wahrgenommen werde. Auch dafür sorgt Ruken, die eine Werkstatt in ihrer Galerie integriert hat. So kann man zusehen, wie sie vor Ort den passenden Rahmen für die Werke fertigt.

In ihrer Galerie zeigt sie Werke von verschiedenen Künstlern. Manche sind bereits gerahmt, andere nicht. In jeder Ecke entdeckt man wieder etwas anderes. Die Künstler seien während des Aufbaus der Galerie auf sie zugekommen, erzählt Halise Adsan. Viele Künstler habe sie aber vorher schon gekannt.

So sind zur Eröffnung Werke von Ulrike Kappen, Richard Stumm, Martin Ellis, Doro Winter, Sahin Celikten, Holger Probst, Harry Hecker, Sandra Schöfer und Birgit Schäfer-Biver zu sehen. Halise Adsan will mit ihrer Galerie auch junge Leute ansprechen, was sie mit Arbeiten des „Nachtschatten Kollektivs“ unterstreicht. Auch Kinder seien willkommen, sagt sie und verweist auf einen Kinderkunstworkshop vom Nachmittag.

von Mareike Bader

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