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Rotarier erinnern an den Künstler Wilfrid Perraudin

Ausstellung im Marburger Rathaus Rotarier erinnern an den Künstler Wilfrid Perraudin

Der Franzose Wilfrid Perraudin war ein international angesehener Künstler. 15 Jahre seines Lebens verbrachte er in Marburg, wo seine Arbeiten allerdings kaum öffentlich gewürdigt wurden.

Marburg. Das will der Rotary Club Marburg mit der kleinen Ausstellung im Marburger Rathaus nun posthum zumindest ein wenig ändern. Anlass für die Ausstellung ist der 100. Geburtstag des am 3. Dezember 1912 in Burgund geborenen Künstlers, der in Frankreich zahlreiche bedeutende Auszeichnungen erhielt.

Professor Bernhard Maisch, derzeit Präsident des Rotary Clubs Marburg, Herbert Köller, Regina Leimbach, Horst Piringer, Michael Preusse und Uwe Westermeier gaben am Dienstagabend bei der Eröffnung der Ausstellung im vollbesetzten historischen Rathaussaal Einblick in Leben und Werk des Kunstprofessors, der von 1991 bis zu seinem Tod am 25. Mai 2006 in Marburg und Mallorca lebte. Es war ein sehr persönlicher Blick auf die Kunst Perraudins, der auch Mitglied des Rotary Clubs Marburg war. Perraudin hat insbesondere in Kirchen bedeutende Werke hinterlassen: Zwischen 1960 und 1983 gestaltete er im Stil der klassischen Moderne zahlreiche Kirchenfenster und großformatige Mosaike.

In Marburg, wo er trotz vieler Versuche nie eine große Ausstellung bekam, steht nun sein malerisches Werk im Mittelpunkt der Ausstellung im Rathaus, zu der nahezu alle Bilder aus Privatbesitz bereitgestellt wurden. „Wir tragen mit dieser Ausstellung nur Splitter zusammen zu einem Bild des Künstlers und Menschen Wilfrid Perraudin“, sagte Maisch. Perraudin selbst beschrieb seine Kunst mit den Worten: „Ich wollte Jubel gestalten, Hoffnung auf Ewigkeit, nichts Trauriges, ein Fest für das Herz.“

Der Rotary Club Marburg widmet ihm zu der Ausstellung auch eine umfangreiche Broschüre, in der die sechs Rotarier ihren sehr subjektiven Zugang zu dem Werk Perraudins offenbaren.

Oberbürgermeister Egon Vaupel hatte als Gastgeber für die Eröffnung der Ausstellung sogar den Haupt- und Finanzausschuss verlassen. Er betonte, die Ausstellung und der große Zuspruch zur Vernissage sei „ein Zeichen der großen Wertschätzung für einen ehemaligen Mitbürger“.

Die Ausstellung ist bis Montag, 3. Dezember, im oberen Foyer des Marburger Rathauses zu sehen.

von Uwe Badouin

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