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Romantische Therapie für Fahri Yardim

Neu im Kino: Irre sind männlich Romantische Therapie für Fahri Yardim

Der Plot von „Irre sind männlich“ klingt nach einer herkömmlichen deutschen Komödie - garniert mit dem Thema Psychologie. Das Besondere sind die Darsteller: Fahri Yardim ist endlich kein heimlicher Star mehr.

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Daniel (Fahri Yardim, links) trifft in der Gruppentherapie bei Schorsch Trautmann (Herbert Knaup) auf Jung-Star Bernadette (Peri Baumeister). Foto: Constantin Film

Quelle: Constantin Film

Marburg. Guter Schauspieler, komödiantisches Talent, attraktiv und: zur Abwechslung mal nicht Matthias Schweighöfer. Fahri Yardim dürfte deutschen Filmproduzenten gefallen. Spätestens seit Til Schweiger mit dem Millionenerfolg „Keinohrhasen“ eine deutsche romantische Komödie zum Kassenschlager machte, werden neue Helden für das Genre gesucht. Schweighöfer („Vaterfreuden“, „Schlussmacher“) war bislang der Einzige, der in Serie daran anknüpfen konnte. Die Folge: ziemlich viele Schweighöfer-Filme. Nun darf sich in „Irre sind männlich“ der in Hamburg geborene Yardim als Hauptdarsteller an der richtigen Mischung aus Humor und Herz probieren.

Allein das macht die Geschichte um den Spiele-Entwickler Daniel zu einer wohltuenden Abwechslung. Manche Frau würde wohl sagen, dass Daniel treu und romantisch ist. Seine Freundin Mia (Josefine Preuß) meint, dass er klammert und lässt ihn sitzen - mit dem Hinweis, besser mal eine Therapie zu machen.

Daniel und sein nicht minder unreifer Kumpel Thomas (Milan Peschel) finden bald heraus, dass sich Gruppentherapien - und vor allem Familienaufstellungen - bestens eignen, um psychisch angeknackste Frauen kennenzulernen. Und die lassen sich mit ein paar Tricks leicht ins Bett kriegen. So weit, so sehr Mistkerl. Aber alles wird anders, als in einer Sitzung die bezaubernde Bernadette (Peri Baumeister) auftaucht - und Daniel in Konflikte stürzt. Zwischen Bernadette und Mia, zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen Hallodri und Erwachsensein.

Bislang war Fahri Yardim eher ein heimlicher Star. Einem großen Publikum dürfte er als Kommissar Yalcin Gümer aus dem Hamburger „Tatort“ bekannt sein. Dort spielt er an der Seite von Til Schweiger. Die Rolle ist eigentlich als Sidekick angelegt, aber nicht wenige sagen, dass Yardim mit seinem schnoddrigen Schauspiel Schweiger gehörig die Schau stiehlt. Dass er nun auch mal ganz offiziell der große Star eines Kinofilms sein darf, schien fast logisch.

Ihm und auch seiner Kollegin Peri Baumeister ist es zu verdanken, dass der Film nicht so aufdringlich wirkt, wie es der Plot vermuten lässt. Die beiden spielen ihre Figuren mit vielen stillen Momenten. Begünstigt werden sie dabei auch vom Drehbuch, das für Daniels Kumpel Thomas die deftigeren Zoten vorgesehen hat - unter anderem einen pantomimischen Ganzkörpersamenerguss.

Die Welt der Psychologie ist dabei im Grunde nur ein Milieu unter vielen, in dem sich die Geschichte erzählen ließe. Und dennoch: Wenn jemand etwas auf die „Bühne der Struktur“ holen will oder „in Kontakt mit den Gedanken“ steht, werden gekonnt die Floskeln selbst ernannter Seelenheiler offengelegt. Auch in einigen Nebenrollen ist die Komödie klug besetzt. Herbert Knaup spielt den Psycho-Guru Schorsch Trautmann, die Komikerin Carolin Kebekus eine der gelinkten Bett-Bekanntschaften.

Bei den meisten Besucher der OP-Sneak-Preview kam der Film sehr gut an. „Wirklich sehr lustiger Film (eine Seltenheit) mit toller Besetzung und super Musik“, fand Stefanie Lutz aus Marburg und auch Nina Holler aus Ebsdorfergrund wertete: „Irre witzig. Hab den halben Film nur gelacht“. Es gab aber auch Zuschauer, denen der Film nicht gefiel und die ihn zu vorhersehbar fanden wie Ann-Sophie Stratil aus Marburg.

Je zwei Freikarten gehen an: Julia Schott (Dautphetal), Rieke Schüßler (Wetter), Jonas Graulich, Jörg Schumertl und Leon Schlott (alle aus Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Cineplex.

von Jonas-Erik Schmidt

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