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Riesen, Teufel und schöne Mädchen

Haus der Romantik: Sagen der Brüder Grimm Riesen, Teufel und schöne Mädchen

Die Märchen der Brüder Grimm kennt jeder, aber die Sagen? Um Sagen aus dem Marburger Land dreht sich die jüngste Ausstellung im Haus der Romantik.

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Gruppenbild mit Erdbeermädchen: Professorin Marita Metz-Becker (von links), Karin Stichno­the-Botschafter und Dr. Marguerite Rumpf vor einem Exponat der Ausstellung.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. „Von Teufeln, Riesen und einem weißen Stein“ heißt die neue Ausstellung im Marburger Haus der Romantik am Markt 16. Zwischen 1816 und 1818 erschienen zwei Bände der Sammlung „Brüder Grimm – Deutsche Sagen“.

Zum 200. Jubiläum präsentiert jetzt der Fachdienst Kultur der Stadt Marburg in Zusammenarbeit mit dem Haus der Romantik 
eine Ausstellung dazu. Initiiert wurde die Aktion vom Verein Deutsche Märchenstraße unter dem Label „Sagenhaft“.

Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach eröffnete die Schau am Freitagabend vor zahlreichen Gästen. Professorin Marita Metz-Becker vom Haus der Romantik dankte der Stadt und der Kuratorin Dr. Marguerite Rumpf für ihr Engagement. Die Einführungsrede hielt Professor Siegfried Becker vom Institut für Europäische Ethnologie in Marburg, das ebenfalls an der Schau mitgewirkt hat.

Schautafeln erklären Entstehung der Sagen

Nachdem die Brüder Grimm ihr berühmtes Buch mit Kinder- und Hausmärchen herausgebracht hatten, begannen sie 1815 mit dem Sammeln von Sagen auch im Marburger Raum. Unterstützung bekamen sie dabei von Pfarrer Johann Bang aus Goßfelden, der als Quelle mehrerer Sagen gilt.

In der Ausstellung ist unter anderem die „Sage vom Schwerttanz zum weißen Stein“ beschrieben. Sie spielt auf der Burg Weißenstein bei Wehrda und erzählt von einem Konflikt zwischen Rittern und Bauern. Zwei weitere Sagen spielen am Frauenberg und in Sarnau im Lahntal. Im Unterschied zu Märchen haben Sagen häufig einen Bezug zu realen Ereignissen oder historischen Orten.

In der Ausstellung werden auf zahlreichen Schautafeln Entstehung und Hintergrund der 
Sagen dargestellt. Nicht nur die Sagen der Brüder Grimm werden aufgeführt, sondern auch andere Sagen aus dem Marburger Land wie etwa die Geschichte vom Dexheimer Erdbeermädchen.

Die Schau zeigt neben Briefen der Brüder Grimm auch Illustrationen von Otto Ubbelohde, der unter anderem das Titelbild des Sagenbuches gestaltet hat. Auf zwei E-Books kann man in die Sagen hineinlesen, außerdem sind alte Landkarten und ein Grundriss der zerstörten Burg Weißenstein zu sehen.

Karin Stichnothe-Botschafter vom Fachdienst Kultur konnte 
rund um die Ausstellung weitere Partner für Wanderungen, Führungen oder Lesungen gewinnen, die von Oktober 2016 bis Februar 2017 in Marburg und im Marburger Land angeboten werden. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.
romantikmuseum-marburg.de.

  • Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 19. Februar 2017 von Dienstag bis Freitag jeweils von 14 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.

von Bettina Preussner

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