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Regiedebüt der Stadtallendorferin Anika Decker

OP-Vorpremiere: „Traumfrauen“ Regiedebüt der Stadtallendorferin Anika Decker

Für die FAZ ist die Stadtallendorferin Anika Decker die „12-Millionen-Frau“. Die OP präsentiert am Mittwochabend ihr glänzend besetztes Regiedebüt „Traumfrauen“ als Vorpremiere.

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Karoline Herfurth (von links), Palina Rojinski, Iris Berben und Hannah Herzsprung sind die „Traumfrauen“.

Quelle: Warner Bros.

Marburg. Nicht viele Regisseure bekommen bei einem Regiedebüt so viele Stars vor die Kamera: Iris Berben, Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung, Palina Rojinsky, Elyas M‘Barek und in Gastrollen die Starkomiker Michael „Bully“ Herbig und Christian Tramitz. Es ist die deutsche Top-Liga.

Anika Decker ist dies gelungen. „Ich habe meine absolute Traumbesetzung gefunden“, sagte sie am Dienstag im Gespräch mit der OP. Wie? „Ich wollte sie nicht überreden. Überzeugen kann nur das Buch“, meint die 39-Jährige. Also hat sie ihnen das Drehbuch geschickt. Alle haben zugesagt. Mit Elyas M‘Barek, Hannah Herzsprung und Palina Rojinski ist sie ohnehin befreundet.

Noch ist der Name Anika Decker (Foto: Stephan Rabold) in der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt. Das liegt an ihrem Beruf: Sie ist Drehbuchautorin.

In der deutschen Filmbranche dagegen kennt man die 39-Jährige sehr wohl. Sie hat die Drehbücher für drei Filmhits geschrieben: „Keinohrhasen“ (2007), „Zweiohrküken“ (2009) und „Rubbeldiekatz“ (2010) – macht zusammen 12 Millionen Zuschauer. Das ist in Deutschland eine ganze Menge.

Jetzt kommt ihr erster komplett eigener Film in die Kinos: Für „Traumfrauen“ hat sie natürlich das Drehbuch geschrieben, gemeinsam mit ihrem Bruder ist sie Co-Produzentin und erstmals stand sie auch hinter der Kamera. „Traumfrauen“ ist wieder eine Komödie.

Vom technischen Aspekt des Drehbuchschreibens spiele das Genre eigentlich eine untergeordnete Rolle, erklärt sie. „Aber ich habe ein Faible für Komödien, es ist wohl eine Wesensentscheidung. Ich habe von Natur aus eher den humoristischen Blick auf die Welt.“

Anika Decker wurde 1975 in Marburg geboren. Sie wuchs in Stadtallendorf auf, hat ihr Abitur an der Stiftsschule St. Johann in Amöneburg gemacht. Ein Studium der Literaturwissenschaft in München brach sie schnell ab und wechselte in die Film- und TV-Branche.

Eine richtige Entscheidung, wie sich zeigt: Sie machte unterschiedlichste Filmjobs, war Junior-Produzentin und arbeitete unter anderem für die Show „Big Brother“. 2007 gelang ihr mit dem Drehbuch für „Kein‑ohrhasen“ der Durchbruch.

Inzwischen lebt sie in Berlin, hat gemeinsam mit ihrem Bruder Jan Decker, einem Juristen, eine Produktionsfirma gegründet: Decker Bros. in Anlehnung an die große US-Filmfirma Warner Bros. Kein Problem: Beide arbeiten zusammen – Warner Bros. vertreibt den Film von Anika Decker.

Die Geschichte von vier Freundinnen

Mehr als zwei Jahre hat sie an dem Projekt gearbeitet – ohne Pause. Alleine eineinhalb Jahre hat sie am Drehbuch geschrieben – „ein gutes Drehbuch braucht so viel Zeit“, weiß sie aus Erfahrung. „Der Wechsel vor die Kamera ist da eine logische Fortführung. Man hat ja ohnehin eine Vision vor Augen.“

In „Traumfrauen“ erzählt Anika Decker die Geschichte von vier Freundinnen: Vivienne versucht, ihre Freundinnen Leni und Hannah davon zu überzeugen, dass sie einfach nur einen One-Night-Stand an den anderen reihen müssen, um sich vor unglücklicher Liebe zu schützen. Die drei müssen diverse Misserfolge in Liebe und Beruf einstecken und die nach 35 Ehejahren von ihrem Mann verlassene Margaux unterstützen. Am Ende gibt es natürlich ein Happy End.

Anika Decker freut sich jetzt darauf, ein wenig durchzuatmen. Ihre nächsten „Projekte“: „Die Eltern in Marburg besuchen, mit Freunden ausgehen und ins Kino schleichen, um zu sehen, wie der Film ankommt.“

  • Mit dem Gutschein aus der Printausgabe vom Mittwoch, 18. Februar, 20 Uhr, erhalten Sie am Abend im Cineplex ermäßigten Eintritt zur OP-Vorpremiere (je 2 Euro, gültig für zwei Personen). Mit etwas Glück können Sie beim OP-Filmtest Kinokarten gewinnen. Teilnahmekarten gibt es im Cineplex.

von Uwe Badouin

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