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Rauschenberg feiert buntes Kunstfest

"Rauschenale" Rauschenberg feiert buntes Kunstfest

Vom Ölbild bis zur Lichtinstallation und Druckgrafik: Bei der ersten "Rauschenale" war alles dabei. Mehr als 60 Künstler zeigten am Wochenende ihre Arbeiten - und Hunderte Kunstfans kamen.

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Ursula Eske kritisiert in ihrer Installation „Am seidenen Faden“ bei der ersten „Rauschenale“ die Textilproduktion in Bangladesch. Gerda Waha stellte ihre Skulpturen im Garten der Stadtkirche aus (kleines Foto).

Quelle: Bettina Preussner

Rauschenberg. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, erklärte Dr. Anne Hoerder, die zusammen mit Martha Henkel die Idee für die „Rauschenale“ hatte. „Egal, wo ich hin kam, ich hatte immer das Gefühl, es herrscht eine gute Stimmung.“ Und Dr. Uli Hoerder vom Verein „Kunst in Rauschenberg“ ergänzte: „Wir werden das jährlich wiederholen.“

In kleinen Grüppchen pilgerten die Kunstfreunde bei schönem Herbstwetter durch Rauschenberg und besuchten die insgesamt zehn Kunstorte in der Stadt. Die Idee war auch, Kunst an ungewöhnlichen Orten zu zeigen. Dieses Konzept ging voll auf.

Schon in der Fabrikhalle des Metallbaubetriebes Starkon herrschte eine ganz besondere Atmosphäre. Und bereits hier wurde klar: Die „Rauschenale“ bot eine unglaubliche Vielfalt an Kunstwerken. Da gab es die knallbunten Fotokompositionen von Werner Eismann und die witzigen Acrylbilder von Inge Eismann-Nolte, die spannenden Skulpturen von Dr. Anne Hoerder, die lustigen Objekte von Dieter Schmidt und die abstrakten Bilder von Gerda Waha.

Eine entspannte Stimmung herrschte auch in der Kratz‘schen Scheune. Dort konnten die Besucher gemütlich bei Kaffee und Kuchen über die Kunst diskutieren. Vor allem Stillleben wurden gezeigt sowie Gemälde und Drucke von Waltraud Mechsner-Spangenberg und Anita Badenhausen.

Phantasievolle Maschinen in einem dunklen Keller

Die Marburger Künstlerin Ursula Eske hatte im Backhaus ihre Zelte aufgeschlagen. Sie präsentierte eine eindrucksvolle Lichtinstallation, in der sie sich kritisch mit der Textilproduktion in Bangladesch auseinandersetzte.

In ein dunkles Kellerverlies musste man hinabsteigen, um die phantasievollen Mobile-Maschinen von Hans Schohl zu bewundern. In beleuchteten Zelten bewegten sich die filigranen Objekte und warfen geheimnisvolle Schatten. Im lichten Garten der Stadtkirche wiederum begrüßten die mannshohen Holzfiguren von Gerda Waha die Besucher.

Nicht nur die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der Resonanz auf die „Rauschenale“, sondern auch die Künstlerinnen und Künstler. „Es herrscht ein ständiger Durchlauf, und man bekommt viel Anerkennung“, erzählte Inge Eismann-Nolte.

Neben Kunst in all ihren Facetten gab es bei der zweitägigen „Rauschenale“ auch viel Musik. Am Samstag spielten die Bands „Softeis“ und „DylansDream“, am Sonntag zupfte Jochen Vogel die Harfe in seiner Klanginstallation. Zum Gelingen des Kunstfestivals trug auch die gute Organisation bei. Es gab einen übersichtlichen Plan und ausreichend Parkplätze, außerdem brachte ein Shuttle-Bus die Gäste zu den verschiedenen Veranstaltungsorten, so dass sie die Kunst in Ruhe genießen konnten.

von Bettina Preussner

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