Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Rasante Mogelpackung

Kino: „Codename U.N.C.L.E.“ Rasante Mogelpackung

Einmal kurz die Welt retten: Guy Ritchies Kino-Update der TV-Serie aus den 1960er Jahren pendelt unentschlossen zwischen Parodie und Action. Und leider fehlt den Hauptdarstellern der Humor.

Voriger Artikel
Marburger rocken bis (fast) ganz nach oben
Nächster Artikel
Mit dem Taxi durch die achtziger Jahre

CIA-Agent Napoleon Solo (Henry Cavill, links) und KGB-Spion Illya Kuryakin (Armie Hammer) müssen sich zusammenraufen.

Quelle: Warner Bros.

Bei ihm dürfen Männer noch echte Kerle sein: In den Filmen von Guy Ritchie kann von der Krise des vermeintlichen starken Geschlechts keine Rede sein. Bekannt wurde der 1968 geborene Brite mit ruppigen Gangsterkomödien wie „Bube, Dame, König, grAS“ (1998) oder „Snatch – Schweine und Diamanten“ (2000). Echte Männerfilme.

In der Folgezeit war Ritchie vor allem damit beschäftigt, mit Pop-Diva Madonna verheiratet zu sein, bevor er mit den beiden „Sherlock-Holmes“-Filmen seinen Durchbruch in Hollywood feiern konnte.

Mit seinem neuen Film „Codename U.N.C.L.E.“ bleibt Ritchie seiner Linie treu: Zwei knallharte Agenten, die aber manchmal auch die Lizenz zum Schmunzeln haben, kämpfen in den guten alten 1960er Jahren gegen ein ominöses Verbrechersyndikat.

Überschaubare Handlung

CIA-Mann Napoleon Solo (Henry Cavill, „Man of Steel“) und sein KGB-Kollege Illya Kuryakin (Armie Hammer, „The Social Network“) sollen sich zusammenraufen, um der verbrecherischen italienischen Millionärin Victoria (Elizabeth Debicki), die mit einer Atombombe droht, das Handwerk zu legen.

Dieser sehr überschaubare Plot, angereichert mit etwas Nazi-Grusel und Sixties-Flair, basiert locker auf der amerikanischen TV-Serie „Solo für O.N.C.E.L.“ (1964-68). Ritchies rasantes, aber simpel gestricktes Kino-Update besteht primär aus einer Reihe von Verfolgungsjagden.

Aber die Split-Screen-Sequenzen und atemlos schnellen Schnitte können über die Schlichtheit des Drehbuchs kaum hinwegtäuschen. Die biederen Hauptdarsteller bleiben viel zu blass. Die Ironie, die diese Agenten-Geschichte erträglich machen würde, geht den beiden weitgehend ab.

Als Lichtblick kommt Hugh Grant als CIA-Chef Waverly leider viel zu spät ins Spiel. Da blitzt dann typisch britischer Humor auf. Am Ende bleibt das Gefühl, eine rasante Mogelpackung gesehen zu haben.

von Johannes von der Gathen

 

Codename U.N.C.L.E. erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,20 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Spannung hat gefehlt – war einfach nur nett.“
Regine Haeft aus Marburg

„Klasse. Guy Ritchie eben.“
Gudrun Meissner (72) aus Ebsdorfergrund

„Toller Agentenfilm, spannend und sehr humorvoll. Wir haben uns sehr amüsiert.“
Kristina Makowski (63) aus Ebsdorfergrund

„Diesen Film sollte man sich nicht entgehen lassen.“
Cedrik Schmidt (18) aus Cölbe

„Englisch, lustig, großartig! Guy Ritchie in Bestform.“
Nadine Lottmann (29) aus Marburg

„Henry Cavill und Armie Hammer waren nie oben ohne. Skandalös! Trotzdem sehen beide sehr gut aus. Lässt über die nicht vorhandene Handlung hinwegsehen.“
Tatjana Polster aus Marburg

„Agentenfilm im Retrolook. Komödie mit allem, was ein guter Film braucht. Action, Witz und gute Sprüche – und hübsche Damen.“
Henning Stiller aus Marburg

„Nett gemachte Unterhaltung, zwischendurch echt witzig. Teil 2 wartet.“
Gunnar Kirsch (48) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Sonja Willershäuser, Marco Schmidt, Tatjana Polster, Thomas Raisch und Annette Angell. Die Karten werden zugeschickt.

 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr