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Psalmen treffen auf Popsongs


„Hessen vokal“ und „Cantando Cantabile“ Psalmen treffen auf Popsongs

Geistliche und weltliche Lieder erklangen am Sonntagabend in der 
Marburger Pauluskirche. Die Ausführenden waren der Marburger Chor 
„Hessen vokal“ und der Chor „Cantando Cantabile“ aus Wiesbaden.

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Der Marburger Chor „Hessen vokal“ vermittelte Freude am Singen.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Zweihundert Gäste saßen schon lange vor Beginn des Konzertes erwartungsvoll in der Pauluskirche. Dann endlich trat der Marburger Chor „Hessen vokal“ mit seinem Dirigenten Uwe Henkhaus auf. Das Ensemble stellte sich an drei Seiten des Raumes auf und sang von hier aus ein stimmungsvolles englisches Lied. So erfüllte der Klang die ganze Kirche – ein schöner Effekt zum Auftakt des abwechslungsreichen Konzertabends.

Von Anfang an vermittelte 
„Hessen vokal“ viel Freude, Engagement und Leidenschaft. Die Sängerinnen und Sänger brachten einen runden, harmonischen und ansprechenden Klang hervor und wirkten locker und entspannt. Dass die Intonation vor allem in den hohen Lagen nicht immer ganz sicher gelang, fiel da nicht weiter ins Gewicht.

Auf melancholischer Weltreise

„Wir präsentieren eine Mischung aus Pop, Jazz und allem, was sich nicht einordnen lässt“, erklärte eine Sängerin zu Beginn. Mit dem bekannten Popsong „Angels“ von Robbie Williams startete der Chor in den Abend. Ebenfalls aus der Popecke stammte das Stück „Don‘t stop me now“ von Queen, bei dem richtig Stimmung in der Kirche aufkam.

Eine kleine Weltreise unternahm der Chor dann mit einem melancholischen Tango aus Argentinien und dem kubanischen Lied „Das blaue Einhorn“. Mit der flott gesungenen 70er-Jahre-Schnulze „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ von Jürgen Marcus ging die erste Hälfte des Konzertes zu Ende.

Die ersten geistlichen Stücke erklangen im zweiten Teil des Abends mit dem Wiesbadener Frauenchor „Cantando Cantabile“. Das relativ kleine Ensemble zauberte einen vollen, hellen und glasklaren Klang und sang sehr sicher und mit ausgefeilter Dynamik. Los ging es mit dem eindrucksvollen „Laudate Dominum“, des 1936 geborenen Colin Mawby, der zu den bekanntesten zeitgenössischen Komponisten sakraler Musik zählt.

Die weite Landschaft Norwegens

Danach erklang ein „Psalm zum Tanzen“, ein fröhliches und mitreißendes Stück, bei dem sich die Sängerinnen geschmeidig im Rhythmus wiegten und dazu in die Hände klatschten. Dabei wurden sie 
von ihrem Dirigenten Ernie Rhein temperamentvoll angefeuert.

In einem zweiten Block erklangen Lieder aus verschiedenen Ländern, unter anderem aus Deutschland, Norwegen und Bulgarien. Darunter war auch ein verträumtes Stück von Ola Gjeilo, der 1978 geboren wurde, in dem der norwegische Komponist die weite Landschaft in seiner Heimat besingt.

Mit tosendem Beifall bedankten sich die begeisterten Zuschauer bei allen Sängerinnen und Sängern für den gelungenen Konzertabend.

von Bettina Preussner

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