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Programm mit Gute-Laune-Garantie

ZAC-Wintervarieté Programm mit Gute-Laune-Garantie

Lichtblick im tristen Wintergrau: Das ZAC-Wintervarieté präsentierte eine kunterbunte Mischung aus Zauberei, Artistik und Comedy. Am Donnerstagabend war Vorpremiere, Freitag „richtige“ Premiere.

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Schräg, witzig, artistisch: Moderator Marcus Jeroch kämpft mit einem Stuhl.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Den schwungvollen Auftakt macht Marcus Jeroch aus Berlin, ein schräger Meister der Jonglage und der Comedy. Seine skurrile Kombination aus gekonnter Artistik und hintersinniger Blödel-Poesie ist wohl einzigartig. Vom Dada-Gedicht über Hula-Hoop-Kunst bis hin zur Jonglage hatte er alles im Repertoire.

Die junge Schweizer Künstlerin Aniko, schlank und biegsam, ist die Anmut in Person. Sie scheint keine Knochen im Leib zu haben und verbiegt ihren geschmeidigen Körper nach allen Regeln der Kunst. Auch auf dem Seil ist sie eine wahre Könnerin. Ihre gewagten Sprünge und poetischen Tänze begeistern die Zuschauer immer wieder aufs Neue.

Lahmer Butler fesselt Publikum mit Jonglage

Altmeister Juno punktet mit neuen, ausgeklügelten Zaubertricks. Der beliebte Lokalmatador beherrscht die Kunst der perfekten Illusion und führt das Publikum mit Witz und Charme hinters Licht. Dabei sind ihm die einfachsten Mittel gerade recht: Bälle, Karten und Seile reichen ihm für seine klassischen Zauberkunststücke völlig aus.

Der Franzose Gilles le Leuch begeistert als lahmer Butler Antoine mit Schmalzlocke und Fliege. Bei seiner kunstvollen Jonglage wirkt er allerdings gar nicht mehr eingeschlafen. Flink und gekonnt lässt er die Diabolos durch die Luft tanzen, das Publikum schaut gebannt zu.

Für Begeisterung sorgt auch die Wienerin Caroline Schröck mit ihren atemberaubenden Luftkünsten. Sie zeigt einen faszinierenden Mix aus Kraft, Komik und Körperbeherrschung, wenn sie in „Affentechnik“ an einem Vertikalseil bis unter die Decke des Saales klettert. Gebannt starrt das Publikum nach oben, wenn sie nur noch mit den Fersen an einer Stange hängt, die über dem Boden schwebt.

Jazzrobots sorgen für coole Musik

Kräftezehrend ist die erstaunliche Kunst von Carlos Lilienthal. Der junge, muskelbepackte Artist zeigt Equilibristik vom Feinsten. Er turnt am Boden und auf einem dampfenden Stein. Seine eleganten Sprünge, Flickflacks und Handstände lassen den Puls ansteigen.

Für die musikalische Begleitung sorgt wieder die wunderbare Marburger Band „Jazzrobots“. Die vier Musiker spielen ganz locker-lässig und cool und sorgen für Stimmung und gute Laune. Am Schluss der gut zweistündigen Show war das Vorpremieren-Publikum hingerissen und belohnte die Künstler mit viel herzlichem Beifall.

  • Das ZAC-Wintervarieté dauert noch bis zum 24. Februar, Karten gibt es im Internet unter www.adticket.de, bei MTM Marburg, im Rotkehlchen in der Waggonhalle oder an der Abendkasse.

von Bettina Preussner

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