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Politthriller mit Nervenkitzel

"Argo" im Kino Politthriller mit Nervenkitzel

Die Story ist kaum zu glauben, aber wahr: Mit „Argo“ lässt Ben Affleck eine aberwitzige CIA-Rettungsaktion von US-Geiseln in Teheran aufleben. Sein drittes Regie-Werk, in dem er auch die Hauptrolle spielt, ist intelligenter Nervenkitzel.

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Ben Affleck (links) spielt den CIA-Befreiungsspezialisten Tony Mendez, der US-Bürger aus dem Iran holen soll. Foto: Warner Bros.

Quelle: Warner Bros.

Marburg. Das Geiseldrama von Teheran vor 33 Jahren, als Anhänger des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini die US-Botschaft stürmten, ist die Kulisse für den Politthriller. Aber es geht nicht um die bekannte Terror-Story der 52 Amerikaner, die 444 Tage lang gefangen gehalten wurden. Regisseur Ben Affleck schildert die absurde, aber wahre Geschichte von sechs US-Bürgern, die nach drei Monaten Versteckspiel im Haus des kanadischen Botschafters durch einen Coup von CIA-Agenten und Hollywood-Produzenten aus dem Land geschmuggelt wurden.

So ein verrücktes „Mission: Impossible“-Skript über eine scheinbar unmögliche Befreiungsaktion hätte sich die Traumfabrik niemals ausdenken können: Geheimagent Tony Mendez unterbreitet seinen CIA-Bossen und dem Krisenstab im Weißen Haus unter Präsident Jimmy Carter „die beste blöde Idee“, um die Gruppe aus Teheran herauszuholen. Die politische Lage ist prekär, einen besseren Plan gibt es nicht.

Mendez, gespielt von Affleck, täuscht die Produktion eines Science-fiction-Films namens „Argo“ vor, eine Art „Star Wars“, die an exotischen Schauplätzen im Iran gedreht werden soll. In Hollywood macht er den Make-up-Meister John Chambers (John Goodman) und den Trash-Film-Produzenten Lester Siegel (Alan Arkin) zu seinen Komplizen.

„Argo“ sind 120 Minuten atemlose Spannung. Bei der Ausreise am Flughafen von Teheran mit den gefälschten Pässen ist das Nervenspiel fast unerträglich. Mit seiner dritten Regie-Arbeit nach „Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel“ (2007) und „The Town - Stadt ohne Gnade“ (2010) hat sich Affleck endgültig als souveräner Filmemacher profiliert.

Neben besten Kritikernoten heimste „Argo“ auch schon eine der ersten Trophäen der diesjährigen Preis-Saison ein. Es dürften zahlreiche Trophäen folgen.

Ob der Film in Deutschland ähnlich gut ankommt wie in den USA ist offen: 130 Zuschauer sahen ihn am Dienstag in der OP-Sneak-Preview, nur eine Handvoll in der OP-Vorpremiere. Deshalb geht „Argo“ auch nicht in die Filmtest-Wertung. Stimmen der Sneak-Preview-Besucher: „Grandioser Politthriller, höchste Spannung, ein absolutes Muss“, meint Arne Betke (30) aus Marburg. Christine Künzler schrieb überschwänglich: „Top! Top! Top!.“ Ein „großartiges Kinofest mit großartigen Schauspielern“, sah Mario Philipp aus Marburg.

n Je zwei Freikarten haben gewonnen: Christiane Künzler aus Marburg, Florian Lange, Matthias Dalwig (beide Lahntal),Christian Köller aus Stadtallendorf und Martin Kewald-Stapf aus Amöneburg. Die Karten werden zugeschickt.

von Barbara Munker

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