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Pfiffige Jungs auf der Jagd nach Dieben

Andreas Steinhöfel las im Cineplex Pfiffige Jungs auf der Jagd nach Dieben

Seit Donnerstag läuft der neue Film „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“. Am Sonntag las der Autor Andreas Steinhöfel vor der Vorstellung im restlos ausverkauften Cineplex aus seinem Buch.

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Autor Andreas Steinhöfel steht lächelnd im Cineplex vor einem Plakat des neuen Films um seine Helden Rico und Oskar. Es ist bereits die dritte Romanverfilmung der Reihe.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Der Kinosaal war rappelvoll, ein zweiter Saal musste geöffnet werden, damit all die kleinen und großen Filmfans Platz fanden. Zunächst aber gab es eine kurze Lesung mit dem Autor der Geschichte, Andreas Steinhöfel.

Der Erfolgsschriftsteller aus Biedenkopf ist ein netter Typ, offen und freundlich schaut er aus blitzblauen Augen. „Manche kriegen jetzt einen Schreck: Jetzt gibt‘s ‘ne Lesung“, sagte er und grinste. Er habe den Film schon bei der Deutschlandpremiere in München gesehen, erzählte er. Aber den Anfang habe er verpasst, deshalb sei er darauf besonders gespannt.

Dann wurde es mucksmäuschenstill im Kino, und die Zuschauer lauschten ganz gebannt der Lesung. Steinhöfel verstand es sehr gut, die Geschichte, die die Grundlage des Films ist, lebendig werden zu lassen.

„Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ dreht sich ebenso wie die beiden ersten Bände der Trilogie um die ungleichen Freunde Rico und Oskar. Die erleben zusammen ein weiteres spannendes Abenteuer: Sie nehmen die Spur von Steindieben auf und verfolgen sie bis an die Ostsee.

Klare, präzise und anschaulicher Sprache

Der Autor las eine ganz alltägliche Szene aus dem Buch, in der es nur um ein Mensch-­ärgere-dich-nicht-Spiel ging. Die war aber so witzig geschrieben, dass es immer wieder großes Gelächter gab. Auch die Eltern hatten während der Lesung ihren Spaß.

Steinhöfel schreibt in klarer, präziser und sehr anschaulicher Sprache. Und vor allem: Er kann sich sehr gut in seine großen und kleinen Figuren einfühlen. Natürlich stehen dabei Rico, der Tiefbegabte, und Oskar, der Hochbegabte, im Mittelpunkt. „Das ganze dicke Buch geht vor allem um das Seelenleben der Hauptpersonen“, erläuterte der Schriftsteller. Und abschließend sagte er zufrieden: „Der Film ist sehr, sehr schön geworden.“

Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg geboren und wuchs in Biedenkopf auf. Er studierte in Marburg, lebte und arbeitete lange Zeit in Berlin und kehrte vor fünf Jahren zurück nach Biedenkopf. „Ich wollte zurück, dahin, wo die Familie ist“, erklärte er.

Steinhöfel ist Autor zahlreicher, vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher. Für „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ erhielt er unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis. Nach Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt und Tomi Ungerer hatte Steinhöfel 2009 den Erich-Kästner-Preis für Literatur bekommen. 2013 wurde er mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

von Bettina Preussner

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