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Petra Seeger porträtiert Hirnforscher für die Leinwand

Kino Petra Seeger porträtiert Hirnforscher für die Leinwand

Das Gehirn bleibt rätselhaft und die Erforschung so spannend, dass sich gar ein Kinofilm darüber drehen lässt. Ab heute läuft „Auf der Suche nach dem Gedächtnis“ im Kino.

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Der Hirnforscher Eric Kandel im Dokumentarfilm.

Marburg. Auf die Suche nach dem Gedächtnis macht sich die Regisseurin Petra Seeger, indem sie den Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Eric Kandel ins Labor, bei seinen Forschungen und auch in seinen eigenen Erinnerungen begleitet. Der Film ist das Porträt eines charismatischen und leidenschaftlichen Mannes, der eigene, leidvolle Erfahrungen in eine positive Energie umgewandelt hat, um die Grundlagen menschlichen Handelns zu erforschen.
Regisseurin Petra Seeger verwebt Kandels Suche nach den eigenen Wurzeln in Wien und New York so mit persönlichen Erinnerungen und Wissenschaftsfakten, das der Zusammenhang zwischen Kandels Biografie und Forschung offensichtlich wird. Der Film kommt heute ins Kino. Am Samstag, 27. Juni, ist die Regisseurin Petra Seeger zu Gast im Marburger Filmkunsttheater in der Oberstadt. Beginn der Vorstellung ist um 18 Uhr in der Palette (ab 12 Jahre).
„Die Gräfin“: Europa zu Beginn des 17. Jahrhunderts gilt Gräfin Erzebet Bathory (Julie Delpy) gilt als mächtigste Frau im Land. Sie ist schön, intelligent und nicht bereit zu akzeptieren, dass Männer in dieser Welt die Regeln nach Belieben manipulieren. Sie verliebt sich in den weitaus jüngeren Istvan (Daniel Brühl). Doch Istvans Vater (William Hurt) zwingt seinen Sohn, den Kontakt abzubrechen.
Erzebet erliegt, getrieben von Sehnsucht und Enttäuschung, der bizarren Idee, das Blut jungfräulicher Mädchen verhelfe ihr zu ewiger Jugend und Schönheit. Immer mehr junge Frauen werden daraufhin auf ihr Schloss gebracht und getötet. Sie setzt alles aufs Spiel, um für Istvan attraktiv zu sein. Zu spät erkennt sie, dass sie das Opfer politischer Intrigen wurde, an deren Spitze der Vater ihres Geliebten steht. Das Historiendrama beruht auf einer realen Figur, um die sich unzählige Gerüchte und Legenden ranken: Mindestens 80 Morde wurden Erzebet Bathory angelastet, die Aussage einer Zeugin lässt gar mehr als 650 vermuten. Für Regisseurin Julie Delpy ist Erzebet Bathory keinesfalls die „Blutgräfin“, sondern eine vielschichtige Figur zwischen Gut und Böse (ab 12 Jahre).
„Flash of Genius“: Der Erfinder des Intervall-Scheibenwischers, der Universitätsprofessor Robert Kearns (Greg Kinnear), verhandelt in den 60er-Jahren lange mit Ford, bis der Gigant aus Detroit unvermittelt absagt. Kurz danach wird der Ford Mustang mit Kearns Erfindung der Öffentlichkeit vorgestellt. Kearns klagt. Doch der Konzern hat Geld, Macht und vor allem: Zeit. 609 Besucher sahen den Film in der Sneak. Ihre Urteile: „Bewegende Gesichte des amerikanischen Traums eines kleinen Erfinders auf Basis einer wahren Geschichte“ (Matthias Kornmann, 26, aus Marburg).
„Interessant die Geschichte des Scheibenwischers. Vielleicht für Fans des Automobils sehenswert“ (Anne Mayer aus Marburg). „Gerechtigkeit ist heutzutage eine schwer zu definierende Sache“ (Sebastian Niclolai aus Marburg). „Dieser Film hat mal wieder bewiesen, dass es sich lohnt, bis zum -Ende- zu kämpfen“ (Melanie Groll aus Neustadt). „Hat sich leider etwas gezogen, aber an sich ein gutes Thema“ (Julia Schmidt, 27, aus Dautphetal). Je zwei Kinokarten gehen an Anne Mayer, Sebastian Nicolai, Melanie Groll und Julia Schmidt). Für den Film gibt es keine Altersbeschränkung.
„Crossing Over“: Harrison Ford ist Max Brogan, Spezialgent der Einwanderungsbehörde, der in Los Angeles illegale Immigranten aufspürt und sie zurück über die Grenze schickt. Sein Mitleid mit einer Mexikanerin, die ihren kleinen Sohn allein in L.A. zurücklassen muss, bringt ihn in große Schwierigkeiten. Aber auch andere Menschen warten auf Arbeitserlaubnis und Einbürgerung: die Familie von Brogans persischem Partner Hamid Baraheri (Cliff Curtis), eine junge Schauspielerin aus Australien, ein britischer Musiker, ein koreanischer Teenager. Wayne Kramer führte in dem Episodendrama Regie (ab 16 Jahre).

von unseren Redakteuren

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