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Peter Pan lässt die Kinder jubeln

Musical für Kinder Peter Pan lässt die Kinder jubeln

Einen Tag vor Weihnachten führte das Kindertheater „Liberi“ in der ausverkauften Stadthalle Peter Pan auf. Die vielen Kinder im Publikum applaudierten und griffen einmal sogar in die Handlung ein.

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Peter Pan bezwingt seinen Widersacher Käpt’n Hook im Zweikampf und befreit die entführte Wendy. Die bedankt sich mit einem Kuss (kleines Bild) bei ihrem Retter. Fotos: Schick

Stadtallendorf. Erst wird der Schurke Käpt’n Hook vom Krokodil davongejagt, danach kehrt Wendy unversehrt ins Haus ihrer überglücklichen Eltern zurück. Und Peter Pan? Der berühmte kleine Junge, der niemals erwachsen wird, spurtet enthusiastisch über die Bühne. Er wirft die Hände in die Luft und stößt einen hellen Schrei aus. „Krähen“ nennt Peter das selbst und erklärt: „Wenn’s gut läuft, dann muss ich es einfach tun.“ Die 700 Besucher in der ausverkauften Stadthalle dürfen sich also über das bereits vorab versprochene Happy End freuen, während sich die Künstler vor ihrem Publikum verneigen.

Natürlich richtet sich die bekannte Geschichte, ursprünglich aus der Feder des schottischen Schriftstellers James Matthew Barrie stammend, an Kinder. Die sind an jenem Nachmittag zahlreich vertreten in der Stadthalle. Doch auch der eine oder andere Erwachsene - mit Weihnachtsstress im Hinterkopf - mag sich am Tag vor Heiligabend besonders für die kindliche Unbeschwertheit Peter Pans begeistern können.

Das Kindertheater „Liberi“ aus Bochum tourt alljährlich mit seinen Musicals durch Deutschland. Mittlerweile fast schon traditionell ist es um die Weihnachtszeit in Stadtallendorf zu Gast.

Diesmal also der Märchen-Klassiker von Peter Pan: den Jungen im grünen Hemd, gespielt von Maximilian Boshamer, erkennt auf der Bühne jeder sofort. Peter, der aus dem Nimmerland kommt und deshalb nie älter wird, hat seinen Schatten verloren. Bei der Suche danach stößt er auf Wendy (Alexandra Haar) und erzählt ihr von den Vorzügen des Ewig-Jung-Seins. „Wer ein Kind bleiben will, der bleibt immer frei“, betont Peter auf seine unbeschwerte Art. An welchem Ort er denn genau wohne, fragt Wendy: „Die zweite rechts und dann immer weiter bis zum Morgen“, lautet seine Antwort.

Das kleine Mädchen ist angetan und folgt Peter nach Nimmerland, wo sie prompt Bekanntschaft mit Pans Erzfeind Käpt’n Hook (Jonas Herkenhoff) macht. Pan hat ihm früher einmal die linke Hand abgesäbelt und sie einem Krokodil zum Fraß geworfen. Dafür will sich Hook rächen. Er entführt Wendy und vergiftet die Fee Tinker Bell (Carolin Pommert), die aber überlebt. Zum Schluss kommt es zur Konfrontation, in der Peter Wendy retten kann und sie zurück nach Hause bringt.

Der ohnehin schon simple Plot wird von den Schauspielern an mancher Stelle sehr vereinfacht und ein wenig sprunghaft aufgearbeitet. Den Kindern gefällt’s trotzdem oder vielleicht gerade deshalb. Höhepunkt ist ein Lied, bei dem sie selbst mit lauten „Jaaa“-Rufen in die Handlung einzugreifen scheinen und die Fee durch die Anfeuerung wieder zum Leben erwecken.

von Yanik Schick

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