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Pausenlos Vollgas

Konzert Pausenlos Vollgas

Trotz Sommerflaute und drückender Hitze pilgerten 200 Freunde härterer Gitarren am Mittwochabend zum Hardcore-Workout ins KFZ. Von lokalen Youngstars bis New Yorker Oldschool gab es hochkarätige Bands.

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Biohazard brachten den Saal zum Kochen, die Fans tanzten, sangen textsicher mit und sprangen von der Bühne.Foto: Jan Bosch

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Die Aufwärmrunde machte das Marburger Headbanger-Quartett keep me alive. Mit krachenden Riffs und brutalem Gebrüll gab es einen kleinen Vorgeschmack auf die folgenden Stunden Extremsport.

Nach kurzer Umbaupause brachten Undivided die Menge in Wallung. Bester Eastcoast Hardcore, bretthart, schnell und mit ein wenig Melodie gesüßt. Vom Feinsten, das fanden auch die Fans, die schon nach wenigen Takten wild durch den Raum hüpften.

Wirklich wild wurde es beim Headliner des Abends. Unter großem Jubel betraten Biohazard die Bühne. Auch nach 26 Jahren haben die Mitbegründer des Crossover aus Brooklyn kein bisschen ihrer Bühnenpower verloren. Biohazard bedeutet Vollgas. Fette Riffs, derbe Double-Base und ein Gebrüll zwischen Metal und Hiphop prägen ihren Sound. Von der Ur-Besetzung sind nur noch Sänger und Gitarrist Billy Graziadei und Leadgitarrist Bobby Hambel dabei. Ihr 93er Album „Urban Discipline“ war ein Meilenstein des Crossover. Viele der Fans halten Biohazard seit Jahren die Treue. Textsicher brüllten sie Song für Song mit, sofern ihnen beim Pogen noch genug Luft blieb. Stetig feuerte die Band das Publikum an. Pausen? Gab es nicht!

Unbändig zerrte Gitarrist Hambel die Powerchords von seiner Gibson. Immer nah am Publikum, boten Biohazard ihren Fans eine kompromisslose Bühnenshow. Neben neuen Songs durften natürlich auch Klassiker der alten Zeit wie „Shades of Grey“ nicht fehlen. Unbeirrt sang Graziadei „Black and White and Red All Over“ im Duett mit einem Fan, der Bühne und Mikro enterte.

Biohazard sind noch immer ganz großes Kino und sorgen stets für Muskelkater und einen Tinnitus am kommenden Tag.

Von Jan Bosch

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