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Partystimmung trotz Regenschauern

Open-Air-Konzert in Stadtallendorf Partystimmung trotz Regenschauern

Ein Open-Air-Konzert Mitte September birgt immer ein Wetterrisiko. 1200 Oldie-Fans ließen sich am Samstag im Statallendorfer Herrenwaldstadion auch von Regenschauern nicht abschrecken. Sie feierten zur Musik der "Spider Murphy Gang" und den "Höhnern" aus Köln.

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Die Spider Murphy Gang machte den Auftakt. Die Zuschauer in Stadtallendorf waren gut gelaunt und ließen sich auch von Regenschauern nicht beeindrucken.

Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Mit der „Spider Murphy Gang“ aus München und der Kölner Kult-Band „Höhner“ hatte der Gemündener Konzertveranstalter „Depro Concert“ im Rahmen der hr4 Partywelle am Samstagabend zwei bekannte Party-Bands auf die Open-Air-Bühne in das Herrenwaldstadion geholt. Getrübt wurde die Publikumsresonanz allerdings durch den angekündigten und tatsächlich auch eintreffenden Regen.

Der Regen tat der guten Stimmung unter den rund 1200 Besuchern aber keinen Abbruch. „Are you ready to rock? Mir san a bayrische Rock’n’Roll-Band”, begrüßte Bassist und Leadsänger Günther Sigl von der „Spider Murphy Gang“ die von Beginn an begeisterten Fans.

Und dann ging es Schlag auf Schlag. Viele Fans im Publikum kennen die Hits der Münchner auswendig. Die „Spider Murphy Gang“, die ihre größten Hits in den 1980ern zu Zeiten der neuen Deutschen Welle hatte, gehört ohne Zweifel zu den bekanntesten Popbands der Oldie-Szene. Schon nach den ersten Songs bildeten sich dichte Menschentrauben vor der Bühne, die Fans klatschten und sangen begeistert mit. Die Twist-Tänzer im Publikum kamen mit „Let’s Twist again“ und „Radio, Radio“ voll auf ihre Kosten. Vollends aus dem Häuschen geriet das Publikum bei den Ohrwürmern „Schickeria“ und „Ich schau Dich an, Du bist so wunderschön (Peep, Peep)“. Kaum noch zu toppen war die Stimmung bei „Skandal um Rosi“, dem bekanntesten Song der Münchener Band, die bis auf wenige Ausnahmen deutsche Texte bei ihren Songs verwendet.

Nach einer Umbauphase, welche die Bühnentechniker in Rekordzeit bewältigten, standen dann die „Höhner“ auf der Bühne. Jede Menge Musik versprachen die Kölner den begeisterten Fans, die trotz des Nieselregens tapfer ausharrten. Die Musiker, die sich früher „Ne Höhnerhoff“ genannt haben und dabei mit einem Federkleid auf der Bühne auftraten, wurden ihrem Ruf gerecht. Es gibt nur wenige Bands, die so viele Jahre zusammenbleiben und das dann auch noch mit kontinuierlich großem Erfolg. Fast alle ihre Lieder singen sie in kölschem Dialekt, und immer wieder besingen sie ihre Heimatstadt: „Hey Kölle, du ming Stadt am Rhing“.

"Da simmer dabei, Dat is prima"

Fast alle ihre Songs wie „Blutwurst, Kölsch un e lecker Mädche“, „Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin“ oder „Das schönste Mädchen vom Westerwald ist 72 Jahre alt“ wurden von den vielen Fans aller Altersgruppen meist vielstimmig mitgesungen. Auch der Song zur Handball-WM 2007 „Wenn nicht jetzt, wann dann“ gehörte natürlich zum Repertoire des langen Abends. Alle warteten natürlich auf „den“ Gassenhauer der Kölner: „Viva Colonia“. Ein Hit, mit dem der Gruppe 2003 ein deutschlandweiter Erfolg gelang und der 2004 und 2005 sogar auf dem Münchener Oktoberfest zum Wies’n-Hit wurde. „Da simmer dabei. Dat es prima“, sangen, tanzten und schunkelten die Fans dabei mit.

von Alfons Wieber

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