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Ovationen für ein Klangerlebnis

Konzert Ovationen für ein Klangerlebnis

Der Norweger Jan Garbarek mit seinem einzigartigen Saxophon-Sound und das exzellente britische Vokalquartett „The Hilliard Ensemble“ schufen in der Lutherischen Pfarrkirche ein meditatives Klangerlebnis.

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Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble begeisterten fast 700 Besucher in der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien mit ihrem Programm „Officium Novum“.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Keine Klangverstärkung, keinerlei Bühnendekoration, keine Lichteffekte, nur zwei dezent senkrecht von der Decke herab die Bühnenplattform vor dem Chorraum beleuchtende Strahler, die die Gesichter der Akteure meist im Halbschatten ließen. Anfangs erhellte noch das letzte Abendlicht das Innere der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien durch die Fenster, doch schließlich saßen die knapp 700 Besucher fast völlig im Dunkeln. Und verhielten sich fast eineinhalb Stunden lang mucksmäuschenstill, ließen die zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzende intensive Atmosphäre von sakralem Raum, der hervorragenden Akustik des gotischen Baus und der einzigartigen Klangkombination von Vokalquartett und Saxophon auf sich einwirken. Aber am Ende wurde es dann laut, drei Zugaben erklatschte sich das Publikum mit tosendem Beifall und Jubelrufen und verabschiedete die Musiker nach dem geradezu fröhlichen Sanctus mit stehenden Ovationen.

Countertenor David James, die Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold und Bariton Gordon Jones und Jan Garbareks Saxophon als frei gestaltende fünfte Stimme haben in ihrer dritten Zusammenarbeit seit dem 1994 veröffentlichten, sehr erfolgreichen Album „Officium“ musikalische Einflüsse aus Orient und Okzident, mittelalterliche Kirchenmusik aus Byzanz, Russland, Frankreich und Spanien, vor allem aber Kompositionen und Bearbeitungen des Armeniers Komitas Vardapet (1869-1935) aufgegriffen.

von Manfred Schubert

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