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Ost-West-Epos
 zwischen USA und Russland

OP-Buchtipp: Elena Gorokhova: „Russisches Tattoo“ Ost-West-Epos
 zwischen USA und Russland

Von Leningrad nach New Jersey führte der Lebensweg der russischen Autorin Elena Gorokhova und ihrer Familie. Welch verschlungene Pfade sie dabei beschritt, schildert sie in ihrem lesenswerten Erinnerungsbuch „Russisches Tattoo“.

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Quelle: dtv Verlag

Das Besondere an ihrer Geschichte: Sie wagte den Sprung über den großen Teich im Jahr 1980, also einige Jahre, bevor der Eiserne Vorhang für Millionen Osteuropäer durchlässiger wurde.

Als 24-Jährige fand Elena Gorokhova ihr persönliches Abenteuer, und das auf legalem Wege: Denn sie heiratete einen US-Bürger, den sie als Russisch-
Dozentin bei dessen Auslandsaufenthalt in Leningrad kennengelernt hatte.

Jetzt entdeckt sie in den USA eine andere Welt. Dass selbst das Essen von Hamburgern gelernt sein will und wie es in dieser „keimfreien neuen Welt“ zugeht, das schildert die Autorin sehr unterhaltsam.

Bizarre Szenen voller Situationskomik wechseln ab mit melancholischen Heimwehszenen. Und dann ist da noch eine berührende Familiengeschichte – wie Elena, ihre Mutter aus Russland, und die in den USA geborene Tochter Sascha zueinanderfinden.

„Russisches Tattoo“ schöpft einerseits aus tiefem persönlichen Empfinden und ist ein allgemeingültiges Plädoyer für das Miteinanderleben trotz aller Widerstände.

  • Elena Gorokhova: „Russisches Tattoo“, dtv Verlag, 448 Seiten, 14,99 Euro.

von Manfred Hitzeroth

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