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Orchester schwelgt romantisch

Sinfoniekonzert Orchester schwelgt romantisch

Beim 37. Sinfoniekonzert der Jungen Marburger Philharmonie konnten die Zuhörer in Werken von Sibelius, Bruch und Dvoràk von zarten Zwiesprachen bis zum fetten Sound in romantischen Klangwolken schweben.

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Die Junge Philharmonie Marburg begeisterte am Sonntag ihre Zuhörer in der Lutherschen Pfarrkirche mit Sibelius, Bruch und Dvoràk.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Mit Sibelius’ Karelia-Suite op. 11 zeichneten die 70 Musiker unter Vladimir Askorskij am Sonntag vor 350 begeisterten Zuhörern in der Lutherischen Pfarrkirche in stimmungsvollen Tongemälden Winterlandschaften, musikalischen Zeitvertreib auf der Burg und deren Belagerung nach.

Mit Liebe für Details, sauberen Steigerungen und Abschwächungen der Dynamik, liedhafter Melodik in leichtem Streicherklang, hymnischem Orchesterklang mit zarten Melodieeinwürfen des Englischhorns zeichneten die Musiker mit zarten Farben nach.

Zupackend-kraftvolle Musizierfreude demonstrierten die Instrumentalisten bei druckvollem Bläserspiel, das immer sicherer wurde, bei breitem Streicherklang bis hin zum mächtigem Tutti, in dem die Celli leicht ins Hintertreffen gerieten und die Kontrabässe dick auftrugen.

Lange positiv im Gedächtnis bleiben wird den Zuhörern Bruchs Konzert für Klarinette, Viola und Orchester, op. 88, mit dem 21-jährige Johannes Schultz als Klarinettisten und der fünf Jahre älteren Bratschistin Liv Bartels sowie einer akzentuiert untermalenden Jungen Marburger Philharmonie unter Vladimir Askorskijs frischem Dirigat.

Mit Leichtigkeit schwangen sich Viola und Klarinette tonal auf, um abwechselnd solistisch das Heft in die Hand zu nehmen. Das klingende Mit- und Gegeneinander der Solisten als Melodiegeber und elegant umspielender Begleiter wurde bereitwillig von den Streichern aufgegriffen.

Mit weichem, warmem Bratschenton voller Schmelz und Empfindsamkeit zeichnete Liv Bartels Melodienlinien nach. Johannes Schultz’ Klarinette lebte regelrecht in tiefen und mittleren Lagen in zarter Farbigkeit und Schönheit auf. Das Orchester unterstützte differenziert in meist transparentem Klangbild.

von Helmut Rottmann

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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