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Opern halten Einzug ins Schloss

Blickpunkt Frankreich Opern halten Einzug ins Schloss

Die Schlossfestspiele Marburg stehen in diesem Jahr im Zeichen Frankreichs. Vom 15. bis 24. Juli stehen zwei Opern und ein Konzert auf dem Programm.

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Das kleine Team der Marburger Schlossfestspiele: Geschäftsführerin Kerstin Weiß (von links), Frank Liers (Marketing) und die künstlerische Leiterin Enke Eisenberg.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Seit fünf Jahren versucht der Verein „musica europa“, in Marburg Opern zu etablieren - mit kleinem Etat und wachsendem Erfolg. Im Sommer finden die inzwischen 5.Schlossfestspiele Marburg statt. Jedes Jahr steht ein anderes europäisches Land im Zentrum - nach Slowenien, Spanien, England und Norwegen ist es in diesem Jahr Frankreich, teilten die Geschäftsführerin Kerstin Weiß und die künstlerische Leiterin Enke Eisenberg mit.

Eröffnet werden die Schlossfestspiele am 15. Juli um 20 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses mit der Premiere des Musiktheaters „Pelléas & Mélisande“ von Claube Debussy, der die Musik zu Maurice Maeterlinks Schlüsselwerk des poetischen Symbolismus komponiert. Regie führt Enke Eisenberg, die musikalische Leitung hat André Hammerschmied.

Geplant sind fünf Aufführungen des nach Meinung von Enke Eisenberg „ur-französischen Werkes“. Gesungen und gespielt wird in französischer Sprache, vor jeder Aufführung gibt es eine Einführung in das Werk. Es geht um Leidenschaft, Liebe, Eifersucht und Tod, begleitet von Debussys sphärischer Musik des Impressionismus, die zwischen Romantik und Moderne angesiedelt ist. „Pélleas & Mélisande ist sehr melancholisch“, sagt Eisenberg. „Durch die Musik schwebt die Oper förmlich.“

Aufgeführt wird eine speziell für die Schlossfestspiele arrangierte Fassung mit Klavier und drei Bläsern. Der Klavierauszug von Debussy ist sehr schwer zu spielen.

Wie in den vergangenen Jahren steht auch eine Kinderoper auf dem Programm. Im Zentrum steht wieder das Schlossgespenst Elsbeth, das diesmal Besuch von den drei Musketieren bekommt. Premiere ist am 16. Juli um 14.30 Uhr. Geplant sind 12 Vorstellungen, darunter ist eine Benefizvorstellung für die Marburger Kulturloge.

Die Oper richtet sich an Kinder ab fünf Jahren, die Aufführung dauert rund 60 Minuten. Gespielt wird im Brunnenraum und in der Nordgrabenkasematte des Landgrafenschlosses. Die Besucherzahl ist auf maximal 30 begrenzt.

„Das Schlossgespenst & die 3 Musketiere“ ist eine Uraufführung. Den Text schreibt Enke Eisenberg, die Musik komponiert für die Schlossfestspiele Lionel Ginoux, ein junger Komponist aus Marseille. Inszeniert wird die Kinderoper von Michael Britsch.

Ein französischer Chansonabend unter dem Titel „Toujour Aimer“ am 16. Juli im Rosengarten am Schlosspark rundet das Angebot ab. Der Eintritt zu diesem Konzert ist kostenlos, finanziert wird es vom Förder­verein „musica europa“.

Geschäftsführerin Kerstin Weiß ist sehr zufrieden mit der Entwicklung der Schlossfestspiele. „Wir sind stolz, dass wir sie jetzt zum fünften Mal veranstalten können. Wir stellen ein stetiges Wachstum fest, hatten jedes Jahr mehr Besucher. Im vergangenen Jahr waren alle Vorstellungen ausverkauft.“ Die Festspielmacherinnen arbeiten wie in den vergangenen Jahren mit jungen, talentierten Sängerinnen und Sängern aus ganz Europa zusammen. Untergebracht werden sie wieder in einem Hofgut in Amönau. Dort im Dorfgemeinschaftshaus finden auch die Proben statt.

Neu im Team von „musica europa“ ist Frank Liers, der für das Marketing zuständig ist. Jazzfans kennen ihn als ehemaligen Betreiber der Cavete.

Der Vorverkauf für die Schlossfestspiele hat begonnen. Karten gibt es im Büro der Marburger Stadt Land Tourismus im Erwin-Piscator-Haus (Telefon 06421 / 991215) sowie im Internet unter www.musicaeuropa.de.

von Uwe Badouin

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