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Oper in historischer Kulisse

Bad Hersfeld Oper in historischer Kulisse

Rainer Wenke und Hugo Wieg inszenieren für die Oper in der Bad Hersfelder Stiftsruine Georges Bizets „Carmen“ und Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“.

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Günter Emmerlich (oben, Mitte) ist der Star in Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“. Georges Bizets „Carmen“ (links) ist heute eine der populärsten und meistgespielten Opern.Fotos: Naumann / Heinemann

Bad Hersfeld. Seit 1980 veranstaltet der Bad Hersfelder Arbeitskreis für Musik Opernfestspiele in der historischen Stiftsruine. Die künstlerische Leitung hat von Beginn an Professor Siegfried Heinrich übernommen, der Marburger Musikfreunden auch als Dirigent des Marburger Konzertchors bekannt ist. Zwei Opern stehen jährlich auf dem Programm. In diesem Jahr sind es die sehr populären Opern „Carmen“ und „Die Entführung aus dem Serail“.

Bizets Tragödie „Carmen“ rankt sich um die gleichnamige Hauptfigur, eine Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik in Sevilla. Die Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte zwischen der Zigeunerin, dem Soldaten Don José und dem Torero Escamillo.

Während Bizets Tragödie anfangs beim Publikum noch auf wenig Begeisterung stieß, ist sie heute eine der meistgespielten Opern der Welt. Den anfänglichen Misserfolg erklärt sich Regisseur Rainer Wenke mit der Ungewohntheit einer Hauptfigur, die die freie Liebe praktiziert. „Carmen ist ein freiheitsliebendes Mädchen, das neben der gesellschaftlichen Ordnung steht.“, so Wenke.

In Bad Hersfeld ist „Carmen“ mit Barbara Buffy als Carmen und Herbert Wüscher als Don José mit dramatischen, reifen Stimmen besetzt.

Die Mozart-Oper „Die Entführung aus dem Serail“ fällt durch eine sehr junge Besetzung auf. Sujin Lee war bereits in der vergangenen Spielzeit Teil des Ensembles und gibt in dieser Spielzeit die Konstanze. An ihrer Seite spielen Florian Voss (Belmonte), Lisa Rothländer (Zofe) und Jannes Philipp Mönnighoff (Pedrillo).

Star des Ensembles ist der bekannte Sänger und Moderator Gunther Emmerlich als Bassa Selim.

In „Die Entführung aus dem Serail“ versucht Belmonte, gemeinsam mit Pedrillo seine Konstanze aus dem Serail zu befreien. Sie entgehen dabei knapp dem Tod. Letzten Endes siegt Vernunft über Rachsucht.

Zwei Schülervorstellungen

Eine weitere Besonderheit der diesjährigen Spielzeit sind zwei Schülervorstellungen von „Die Entführung aus dem Serail“. Gemeinsam mit Gunther Emmerlich hat Regisseur Wieg hierfür eine gekürzte Fassung des Stückes erarbeitet. Diese, so Wieg, lässt Todesthematik und schwer fassbare emotionale Konflikte außen vor.

von Sabrina Ilona Teufel

Termine und Karten

„Carmen“ feiert am Mittwoch, 7. August, um 20.30 Uhr in der Stiftsruine Premiere. Weitere Vorstellungen sind am 9., 11., 13., 15., 17., 19. und 21. August jeweils um 20.30 Uhr.

„Die Entführung aus dem Serail“ hat am Donnerstag, 8. August, ebenfalls um 20.30 Uhr in der Stiftsruine Premiere. Weitere Vorstellungen sind am 10., 12., 14., 16., 18. und 20. August um jeweils 20.30 Uhr. Die beiden Schülervorstellungen finden am Samstag, 10. August um 11 Uhr und Mittwoch, 21. August ebenfalls um 11 Uhr in der Stiftsruine statt.

Kartenbestellungen: Arbeitskreis für Musik, Nachtigallenstraße 7, 36251 Bad Hersfeld, Telefon: 06621/506713 oder 506718, Fax: 06621/64355 Online: www.opernfestspiele-badhersfeld.de, E-Mail: info@opernfestspiele-badhersfeld.de

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