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Open Eyes meldet Besucherrekord

22. Kurzfilmfest rund ums Café Trauma Open Eyes meldet Besucherrekord

Wohlige Temperaturen bis in die späten Abendstunden, trockenes Gras und kühle Getränke – die Bedingungen für das Kurzfilmfestival Open Eyes waren ideal.

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Marc Puszicha (kleines Foto) war einer von 24 Filmemachern, die nach Marburg gekommen waren, um ihre Filme beim „22. Open Eyes Filmfest Marburg“ selbst vorzustellen.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Da ist es nicht überraschend, dass die Veranstalter auch in der 22. Auflage des Trauma-Klassikers wieder einen neuen Zuschauerrekord erreichten. „Bis auf Sonntag waren alle Veranstaltungen ausverkauft. Es waren knapp 1400 Besucher da. Es ist super gelaufen“, sagte Sebastian Spohrs vom Organisationsteam.

Insgesamt 702 Einsendungen aus 46 Ländern mussten die Auswahlteams durchsehen, wobei rund die Hälfte der Filme aus Deutschland kamen. 72 Filme aus den Kategorien Animations-, Dokumentar-, Spiel- und Experimentalfilm schafften es in das Programm.

„In diesem Jahr haben wir viele schwermütige Einsendungen erhalten, aber natürlich sind auch sehr witzige Sachen mit im Programm“, betonte Cornelia Hellhund. Da die Länge der Werke häufig an dem Limit von 30 Minuten kratzt, gab es am Sonntag einen großen Block für lange Spielfilme. Gezeigt wurden aber auch extreme Kurzfilme wie „Telefon vs. Handy“ – der dauert nur zehn Sekunden.

Das Filmfest präsentierte 72 internationale Kurzfilme rund um das Café Trauma in Marburg.

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Eröffnet wurde das Open Eyes am Donnerstag von Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, und auch der frisch gewählte Nachfolger im Oberbürgermeisteramt, Dr. Thomas Spies, genoss noch einmal die Kulturlandschaft Marburgs als unbeteiligter Zuschauer.

Der erste Film des 22. Open Eyes trug den Titel „Mi vida es el cine“ und stammte von Bogdan Tomas. Zunächst sehen die Zuschauer Schwarz-Weiß-Bilder eines klassischen Kriegsfilms, dann jedoch wird die Szene wiederholt unterbrochen, wechselt in die Perspektive des Drehteams und wird farbig. Immer wieder sieht man, wie das Filmteam von Neuem mit der Szene anfängt, bis der Hauptdarsteller vollkommen ausrastet.

Doch auch an diesem Punkt geht es wieder eine Ebene tiefer, denn der unglückliche Dreh samt um sich schlagendem Schauspieler ist seinerseits wieder bewusst inszeniert und die vermeintliche Filmcrew ist selbst Darsteller eines Meta-Films.

Unter den Besuchern waren neben den 24 angereisten Filmemachern auch viele angehende Medienwissenschaftler und Künstler. Sonja Czekaj und Ann Letourneur, arbeiten selbst als wissenschaftliche Mitarbeiter am Fachbereich Medienwissenschaften und verfolgten mit großem Interesse die Präsentation ihrer Schützlinge.

„Das ist für mich schon spannend, was unsere Studis da so ausgewählt haben“, meinte Czekaj scherzhaft. Kollegin Letourneur dazu: „Vor allem ist es jedes Jahr einfach ein schöner Abschluss zum Sommersemester: Filme im Garten, was will man mehr.“

von Marcus Hergenhan

 
Die Preisträger

Kategorie Spielfilm:
„Sadakat“ von Ilker Çatak, Deutschland (2014), 24:41 Minuten.

Kategorie Dokumentarfilm:
„Born to be mild“ von Andy Oxley, Großbritannien (2014), 15 Minuten.

Kategorie Animationsfilm:
„Roadtrip“ von Xaver Xylophon, Deutschland (2014) 22:03 Minuten.

Kategorie Experimentalfilm:
„Dead fish from Berlin“ von Marcel Back, Deutschland (2013).

 
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