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Open-Air-Kino startet mit Filmhits

Ab Mittwoch Open-Air-Kino startet mit Filmhits

Kino unter freiem Himmel gibt es in Marburg seit 1993. Kinobetreiber Hubert Hetsch startet in diesem Jahr deutlich später als sonst in die Saison. Zum Auftakt sind von Mittwoch bis Sonntag vier Kinoerfolge zu sehen.

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„Ziemlich beste Freunde“ mit Omar Sy (links) und François Cluzet sowie „Der Medicus“ mit Stellan Skarsgard und Tom Payne sind im Open-Air-Kino zu sehen. Fotos: Senator /UFA Cinema

Quelle: Senator Filmverleih

Marburg. Der Aufwand ist enorm: Alleine um die 200 Quadratmeter große Leinwand aufzubauen, benötigen Hubert Hetsch und sein Open-Air-Kino-Team zwei Tage. Acht Mitarbeiter sind nötig, um Bild- und Tontechnik einzurichten. Der komplizierte Aufbau ist - neben der Fußball-Weltmeisterschaft, die den deutschen Kinos heftig zugesetzt hat, und dem unsicheren deutschen Juni-Wetter, auch einer der Hauptgründe, warum er in diesem Jahr später in die „Marburger Sommernachts-Open-Air-Kino“-Saison startet, sagt Hetsch.

Wegen zahlreicher Konzerte und Aufführungen auf der Freilichtbühne hätte er die Leinwand mehrfach ab- und wieder aufbauen müssen. Jetzt kann sie stehen bleiben bis Anfang September. Und der filmbesessene Kinobetreiber kann in Ruhe durchspielen - jeweils von Mittwoch bis Samstag.

Den ersten Teil seines Open-Air-Programms hat er bereits veröffentlich: Morgen Abend startet er ab 21.45 Uhr mit „Ziemlich beste Freunde“, dem wunderbaren Kinohit aus Frankreich. Die Komödie mit François Cluzet und Omar Sy in den Hauptrollen schlug 2011 mit 6,44 Millionen Zuschauern sogar den Zauberer Harry Potter.

Und weil französische Komödien in Deutschland so unglaublich beliebt sind, legt Hetsch am Donnerstag mit „Paulette“ gleich nach. Die Geschichte über eine Pariser Rentnerin, die ihre Kasse mit dem Verkauf von Haschisch-Plätzchen auffüllt, ist genauso politisch unkorrekt wie die deutsche Komödie „Fack ju Göhte“, die am Freitag zu sehen ist. Die schräge Lehrerkomödie mit Publikumsliebling Elyas M‘Barek sprengte 2013 alle Rekorde: Sieben Millionen Zuschauer für einen deutschen Film. Da muss man lange in den Annalen blättern, um eine solche Zahl zu finden: Nur „Der Schuh des Manitu“ aus dem Jahr 2001, „(T)Raumschiff Surprise“ (2004) und „Otto - Der Film“ (1985) waren besser.

Die erste Open-Air-Kinowoche endet am Samstag mit „Der Medicus“: Die Bestsellerverfilmung von Philipp Stölzl kam in Deutschland bislang auf mehr als drei Millionen Besucher.

Digitale Umrüstung

Anfang August kommt eine weitere große Änderung für das Marburger Open-Air-Kino, übrigens eines der ältesten in Deutschland, wie Hetsch betont. Das Freilichtkino wird digital umgerüstet. Allein der Projektor mit einer 7000 Watt starken Xenon-Lichtanlage und einer zusätzlichen Kühlung kostet 80000 Euro.

„Das ist unbedingt nötig“, sagt Hetsch, denn neue Filme gebe es oft gar nicht mehr auf den guten alten 35 Millimeter Zelluloid-Streifen. So hofft Hetsch, der auch die Filmkunstkinos in der Oberstadt betreibt, auf gutes Wetter und viele Zuschauer.

Und nach welchen Kriterien wählt er aus? „Einzig nach Qualität. Egal ob Arthouse oder Mainstream, ich zeige einen bunten Qualitätsmix“, sagt er. Und dazu gehören natürlich die Open-Air-Klassiker wie die Abba-Verfilmung „Mamma Mia“ oder Kubricks „2001“.

von Uwe Badouin

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