Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Onkel Charlie ist alles andere als cool

Kinostarts Onkel Charlie ist alles andere als cool

Hollywood-Diva Nicole Kidman ist der Star in Park Chan Wooks Thriller „Stoker“. Doch eine junge Schauspielerin stellt die erfahrene Kollegin eindeutig in den Schatten.

Marburg. Ein Schocker mit Stil und zwei völlig gegensätzliche Schauspielerinnen. Mia Wasikowska („Alice im Wunderland“) ist die 18-jährige India Stoker. Als Indias geliebter Vater stirbt, geht sie mit dem Verlust völlig anders um als ihre leicht überspannte Mutter Evelyn, die Kidman als egozentrisches, puppenhaftes und ziemlich weltfremdes Wesen spielt. Wasikowska macht aus India ein hypersensibles Mädchen mit kleinen bis großen Spleens, das einem fatalen Familiengeheimnis auf die Spur kommt.

Bei der Beerdigung ihres Vaters taucht überraschend der lange verschollene Onkel Charlie (Matthew Goode) wieder auf - fortan ist alles infrage gestellt, was das zwar emotional kühle, aber doch wohlgeordnete Miteinander der wohlhabenden Familie ausmachte. Während Evelyn sofort von Charlies Charme in den Bann gezogen wird, bleibt India zunächst misstrauisch - sehr zu Recht. Denn der geheimnisvolle Onkel ist alles andere als harmlos.

Der südkoreanische Regisseur Park Chan Wook hat seine stilvolle Horrorstory mit vielen, kleinen und anspielungsreichen Details gespickt. So schleicht sich die Angst ganz langsam in das große, zeitlos luxuriös ausgestattete Haus der Familie und in den Kopf des Zuschauers. Im Gegensatz zu Indias düsterem Blick auf ihr Leben, befeuert der Regisseur die Fantasie des Kinogängers mit immer aufwendiger gestalteten, melancholisch-schönen Bildern. „Stoker“ ist eindeutig ein Schocker - mit ausgeklügelter Story, einer faszinierenden jungen Darstellerin und sorgfältig inszenierten Gewaltausbrüchen.

Bei der Sneak-Preview im Cineplex fand Anastasia Schmidt: „Originell, das muss man dem Film lassen.“ „Sehr abgefahrener, spannender, geistig kranker und sehr guter Film. Einer der besten Filme in der Sneak bisher“, sagte Bastian Langer.

Je zwei Freikarten gehen an: Bastian Langer, Anastasia Schmidt, Lara Koehler, Simon Peter und Nikoleta Ioannidou (alle Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Capitol.

von Elke Vogel

Playoff: In „Playoff“ erzählt der Regisseur eine deutsch-israelische Sportgeschichte - inspiriert von den Erlebnissen des israelischen Basketballcoaches und bundesdeutschen Nationaltrainers Ralph Klein (1931-2008). Im Film heißt die Hauptfigur Max Stoller - gespielt von US-Schauspieler Danny Huston, dem Sohn von Regisseur John Huston. Vor allem in Israel sind Empörung und Unverständnis groß, als der deutschstämmige Mann, der Maccabi Tel Aviv zum Europameister machte, Ende der 70er Jahre ausgerechnet nach Frankfurt am Main, ins Land der Nazi-Täter, zurückkehrt. Dort will Stoller das deutsche Team olympiareif machen. Besonders Mannschaftskapitän Thomas (Max Riemelt) begegnet Stoller ablehnend.(dpa)

Der Film läuft im Filmkunsttheater Atelier.

To the Wonder: Lässt sich der erste Zauber der Liebe auf immer ewig erhalten? Dieser für alle Paare wesentlichen Frage spürt Regisseur Terrence Malick nach, zwei Jahre nachdem er in Cannes für „The Tree of Life“ die Goldene Palme erhalten hat. In einem Reigen assoziativer Bilder und Dialogfetzen beobachtet er Neil (Ben Affleck) und Marina (Olga Kurylenko). Die beiden genießen das Leben mit Marinas zehnjähriger Tochter aus einer anderen Beziehung. Beide wollen alles Vergangene vergessen. Das geht natürlich nicht. Doch sie geben nicht auf und hoffen, das Wunder der Liebe erhalten zu können. Fern gängiger Erzählmuster versucht Malick, so Unfassbares wie eine tiefe emotionale Verbundenheit sichtbar und begreifbar zu machen.(dpa)

nDer Film läuft im Filmkunsttheater Kammer.(dpa)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr