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Österliches Flair mit Kunst am Ei

Haus der Romantik Österliches Flair mit Kunst am Ei

Eine kleine, aber feine Ausstellung ist derzeit im Marburger Haus der Romantik zu sehen. Sie trägt den Titel „Antike trifft Moderne. Kunst am Ei“.

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Lyudmila Lyubimova hält eines ihrer mit antiken Motiven bemalten Eier in den Händen.Foto: Bettina Preussner

Marburg. Die Künstlerin Lyudmila Lyubimova, die seit vielen Jahren für das Haus der Romantik arbeitet, zeigt rund 60 äußerst aufwändig gestaltete Straußen-, Schwäne- und Gänseeier. Sie sind mit Szenen aus der Antike, mit Märchenmotiven nach Art des Jugendstils und romantischen Arabesken bemalt. Lyudmila Lyubimova verwendet für die Bemalung Acryl-Lack mit Goldelementen, eine einzigartige Kombination. „Für die kleineren Eier brauche ich mitunter nur einen Tag“, erzählte die Künstlerin. „Für die großen manchmal eine ganze Woche.“ Sie arbeite nicht nach Vorlagen, sondern lasse sich von ihrer Phantasie leiten. „Am Beginn steht oft nicht fest, was aus meiner Hand heraus kommt“, so die Künstlerin weiter.

Das Ei sei in vielen Kulturen ein Symbol für den Ursprung des Lebens, erklärte die Künstlerin. In der griechischen Mythologie habe es das „Weltei“ gegeben, das die Fülle des Lebens symbolisiere. In der christlichen Kultur wiederum sei das Ei das Symbol für Christi Sieg über den Tod. Im 18. Jahrhundert seien die ersten künstlerisch gestalteten Eier aufgetaucht, berühmt wurden die kostbaren Fabergé-Eier, die man in der Familie des Zaren verschenkte.

Die Künstlerin nannte als eine weitere Quelle ihrer Motive die ukrainische Volkskunst. Aber auch der Jugendstilmaler Alfons Mucha habe sie sehr inspiriert. Schließlich seien die Ikonen für sie ein Vorbild gewesen, ebenso wie die griechische Vasenmalerei.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 4. Mai und ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 13 und 14 bis 17 Uhr (Markt 16).

von Bettina Preussner

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