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Obst und Gemüse werden zu Stars

Felicitias Henschel Obst und Gemüse werden zu Stars

Alltagsgegenstände sind der Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit von Felicitas Henschel, die derzeit im TTZ zu sehen sind.

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Felicitas Henschel (Mitte) präsentiert ihre Bilder im TTZ auf Einladung von Tomas Schneider.Foto: Marcus Hergenhan

Marburg. Angefangen hatte alles mit Avocados. „Irgendwie lagen die so schön von der Sonne angestrahlt auf dem Küchentisch, da habe ich mir den Fotoapparat geschnappt, den Moment festgehalten und dann meine ersten Stillleben in Öl erstellt.“ So schilderte Felicitas Henschel bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „Das Stille Leben“ im Technologie- & Tagungszentrum (TTZ), wie sie damit begann, Obst und Gemüse detailgetreu und doch mit bewusster Abweichung von der Realität, auf der Leinwand festzuhalten - anstatt sie einfach nur zu essen. Wie es dazu kam, dass die Bilder nun im Foyer und im ersten Stock des Tagungszentrums zu bestaunen sind? „Wir arbeiten im TTZ eng mit dem Kunstverein und Herrn Professor Eckhard Kremers vom Fachbereich Bildende Kunst zusammen. So bekommen wir regelmäßig Vorschläge, welche Absolventen des Kunststudiums besonders hochwertige Werke abgeliefert haben,“ erklärte der Leiter des TTZ, Thomas Schneider, in seiner Eröffnungsrede.

Bis zum 29. August können 24 Öl- sowie zwei Pastellgemälde bestaunt werden, die Früchte oder Gegenstände aus Kneipen darstellen, teilweise fotorealistisch und teilweise bewusst übertreiben scharf oder unscharf.

„Eben diese Besonderheiten zeichnen ihre Werke aus und geben ihnen eine gewisse Reife, die von so jungen Künstlern selten erreicht wird,“ begeisterte sich Schneider. Dabei lässt sich Felicitas Henschel keineswegs übermäßig viel Zeit: „Ich arbeite meistens an mehreren Bildern in Öl parallel, und die beiden Pastelle wurden jeweils in acht Stunden fertig.“

Tatsächlich stammt ein Großteil der Gemälde aus diesem Jahr, keines ist vor 2012 entstanden. Die Gäste der Eröffnungsfeier staunten, wie realistisch einzelne Bereiche der Ölgemälde herausstachen.

von Marcus Hergenhan

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