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Ein Traum wird zum Albtraum

OP-Lesesommer Ein Traum wird zum Albtraum

Diesmal stellen wir Ihnen den Roman „Jessicas Traum“ von Dörthe Binkert kurz vor.

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Quelle: dtv

„Jessicas Traum“ – das klingt nach harmloser Herz-Schmerz-Geschichte. Aber der Traum, von dem Ann in diesem Buch erzählt, ist der Traum, der ihre beste Freundin Jessica fast umbringt. Eigentlich ist es der Traum von Nick, dem ­
Maler, den die impulsive Jessica liebt.

Die große Liebe, ein einsames altes Cottage in ­Wales, das einfache Leben ohne Heizung und fließendes Wasser, ein Kind. Doch was, wenn man feststellt, dass man den Traum nicht mehr leben will und kann? Aus den Tagebucheinträgen von Ann und den Erinnerungen von Jessica formt sich das Psychogramm einer Frau, deren Haltlosigkeit tiefsitzende Gründe hat.

von Heike Döhn

Leseprobe

Ich weiß nicht, ob Jessica mich erkannt hat. Weder gestern noch heute hat sie die ­Augen geöffnet. „Ich bin’s, Ann!“, hab ich gesagt und ­ihre Hand genommen. „Hörst du mich? Erkennst du meine Stimme? Ann!“ Aber sie hat nicht reagiert, kein Zucken, nicht der leiseste Gegendruck von ihrer Hand. Nur das monotone Piepsen der Maschinen, das leise Zischen des ­Beatmungsgeräts. Ihr langes blondes Haar lag ordentlich gefächert auf dem Kissen, eine Krankenschwester muss es gekämmt haben, als sie Jess das Gesicht wusch.

  • Dörthe Binkert: „Jessicas Traum“, dtv, 256 ­Seiten, 14,90 Euro.
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