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Berührend: Roman über Einwanderer

OP-Lesesommer Berührend: Roman über Einwanderer

Diesmal stellen wir Ihnen das Buch „Wir Strebermigranten“ von Emilia Smechowski kurz vor.

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Quelle: Hanser Verlag

Seit mehr als einem Jahr beschäftigt die Flüchtlingskrise die Deutschen und die Europäer. Ein Ende ist angesichts der Migrationswelle auch aus Afrika nicht in Sicht. Was selten diskutiert wird: Was bedeutet Einwanderung für Einwanderer?

Emilia Smechowski hat darüber ein einfühlsames Buch geschrieben: „Wir Strebermigranten“ ist ein erhellender Familienroman: 1988 floh sie mit ihrer Familie von Polen nach Westberlin. Die Integration war schwierig, ging bis zur Verleugnung der eigenen Wurzeln. Sie schreibt von Anpassung, Assimilation, Scham und Selbstbehauptung – private Erfahrungen, die kollektiv sind.

von Uwe Badouin

Leseprobe

Ich fragte meine Eltern, wie heute die Integration von Flüchtlingen gelingen kann. „Sie dürfen auf keinen Fall in Heimen untergebracht werden“, sagt meine Mutter. „Da sind sie unter sich und bekommen keinen Kontakt zu Deutschen, und das ist das Schlimmste, was man ihnen antun kann.“
Mein Vater sagt: „Die Sprache ist das Wichtigste. Ohne sie geht nichts. Heute muss ich aber auch sagen: Ich weiß nicht, wie man eine neue Sprache lernen kann, ohne die alte aufzugeben.“

  • Emilia Smechowski: „Wir Strebermigranten“, Hanser Berlin, 224 Seiten, 22 Euro.
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