Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Buchtipps für Strand, Freibad und Balkonien

OP startet ihren Lesesommer Buchtipps für Strand, Freibad und Balkonien

Seit vielen Jahren präsentiert die OP in den Ferien ihren Lesesommer. Wir stellen unterhaltende Lektüre vor. Spannendes, Witziges, Kurioses. Kurzum: Bücher, mit denen man gut durch den Sommer kommt.

Voriger Artikel
Spannender Polit-Thriller um Waffenlobby
Nächster Artikel
„Das wird eine große Kiste“

OP-Fotograf Tobias Hirsch hat für das Themenfoto gleich einen ganzen Stapel Bücher mit in den 
Rosengarten genommen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In Deutschland gibt es rund 33 Millionen Buchkäufer. Das sagt das Internet-Portal statista. Am liebsten lesen die Deutschen auf dem Sofa oder im Sessel, und das am Wochenende. Da hat man am meisten Zeit, um in eine Geschichte einzutauchen. Viel gelesen wird auch in den Ferien, nicht zuletzt um abzuschalten vom stressigen Alltag.

Der Buchmarkt wurde oft totgesagt. Alles Quatsch. 26 Millionen Menschen lesen täglich oder mehrmals in der Woche ein Buch. Wir wollen mit dem Lesesommer eine Schneise durch die Flut von Neuerscheinungen schlagen, stellen Buch und Autor kurz vor und geben mit einer kurzen Leseprobe einen Einblick in den Stil des Buches.

Das liebste Genre der Deutschen ist übrigens der Krimi oder der Thriller: 72 Prozent lesen sie regelmäßig, gefolgt von Historienromanen (52 Prozent), Abenteuer (42 Prozent) und Fantasy (40 Prozent). Bei Liebesromanen gibt es ein deutliches Gefälle zwischen weiblichen und männlichen Lesern: Während 49 Prozent der Frauen regelmäßig Liebesromane lesen, greifen bei diesem Genre nur 10 Prozent der Männer zu.

Kontakte zur Russenmafia

Genug der Statistik. Weil Krimis so beliebt sind, starten wir mit einem sehr erfolgreichen Krimiautor: Andreas Föhr (Jahrgang 1958) hat mit „Schwarzwasser“ den 7. Kriminalfall seines ungleichen Tegernseer Ermittler-Duos Wallner und Kreuther vorgelegt. Ein alter Mann wird in den bayerischen Alpen ermordet.

Schon bald wird der Fall immer komplizierter, weil er überraschende Beziehungen in die Vergangenheit hat: Im Jahr 1996 bekommt ein Berliner Anwalt überraschend einen großzügigen Klienten. Der Mann hat offensichtlich Kontakte zur Russenmafia.

Föhr kombiniert einmal mehr viel Witz und skurrile Charaktere mit einem klassischen Kriminalroman, in dem mehrere Morde und Mordversuche aufgeklärt werden müssen, in dem bei vielen Personen unklar ist, wer sie tatsächlich sind und was sie verbergen, und in dem das nächste Verbrechen schon auf der nächsten Seite zu erwarten ist.

  • Andreas Föhr: „Schwarzwasser“, Knaur-Verlag,392 Seiten, 14,99 Euro.

von Uwe Badouin

Leseprobe
„Dit is echt der Hammer“, grinste Oliver in die Kamera. „Ick weeß och nich, aber irgendwie hat man ja manchmal so ’n Gefühl. Und das hatte ich heute nach dem Mittagessen. Als wenn wir was Wichtiges übersehen 
hätten. Mit ist nämlich was aufgefallen, was anscheinend allen anderen entgangen ist, sogar Sherlock Wallner.“
„Mir ist was entgangen?“, meldete sich der Angesprochene.
„Nur ’ne Kleinigkeit. Hätte dir aber auffallen können.“
„Mir fällt alles auf.“
„Tatsächlich?“, kam es leicht verzerrt aus dem Computer.
„Ich weiß natürlich nicht, welches der vielen Dinge, die mir aufgefallen sind, du meinst. „Vielleicht …“, Wallner dachte kurz nach, „… die Rauchmelder?“
„Was ist mit den Rauchmeldern?“
„Nun, der Rauchmelder im Wohnzimmer sah anders aus als die anderen Rauchmelder in der Wohnung und im Treppenhaus. Was ungewöhnlich ist, …“
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr