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Bilanz wird erst ganz zum Schluss gezogen

OP-Filmtest: „Zu guter Letzt“ Bilanz wird erst ganz zum Schluss gezogen

Shirley MacLaine schlüpft in der Komödie „Zu guter Letzt“ in die Rolle einer biestigen alten Dame – die doch noch ein besserer Mensch werden will.

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Die einst kratzbürstige Geschäftsfrau Harriet Hauler (rechts), Brenda (vorne) und Journalistin Anne machen ein Selfie.

Quelle: Tobis

Marburg. Der Nachruf, den die erfolgreiche Geschäftsfrau Harriet Lauler (Shirley MacLaine) über sich schreiben lassen will, fällt mager aus. Der Ehemann: seit Jahren von Lauler ­geschieden. Die Tochter: kein Kontakt. Die Freunde: nicht vorhanden. Die Kollegen haben sie vor Jahren ­eigenhändig rausgeworfen.

Also beschließt Lauler, sich zu ändern. Auf ihrer To-do-Liste: Das Leben von jemandem ändern, sich sozial engagieren, ein gutes Familienleben und eine „Wild Card, wie sie es nennt. Eine Sache, die sie zu etwas Besonderem macht. Das Ergebnis: Sie nimmt ein schwer erziehbares Mädchen unter ihre Fittiche, wird DJane bei einem Sender für Indie-Musik, trifft nach Jahren ihre Tochter (eine jüngere Version ihrer selbst) wieder – und liegt zeitweise auch ihrem Ehemann wieder in den Armen. Dabei wird sie von Journalistin ­Anne (Amanda Seyfried) begleitet, die dabei beginnt, auch ihr eigenes Leben zu hinterfragen.

Shirley MacLaine ist die ideale Besetzung für die Rolle der kratzbürstigen, reichen Rentnerin, die im Grunde das Herz am rechten Fleck hat. Und auch Amanda Seyfried („Mamma Mia!“) nimmt man die junge, melancholische Autorin durchaus ab. Letztlich regt der Film zum Nachdenken an. Deutlich wird das, als Harriet Lauler als DJane eine ihrer Musiksendungen moderiert. „Ich werde euch keinen schönen Tag wünschen“, sagt sie da. „Ich wünsche euch einen bedeutsamen Tag.“

von Antonia Lange

 Zu guter Letzt erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 2,88 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Wunderbare Schauspielerinnen. Ein schöner Film über das Alter.“
Heidi Röger (66) aus Marburg

„Interessanter Film und witzig. Die Frau hat ihr Leben gelebt.“
Monika Fischer (49) aus Marburg

„Zu unglaubwürdig und konstruiert. Hat mich überhaupt nicht berührt.“
Roswitha Koch (66) aus Ebsdorfergrund

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Heidi Röger, Erika Berg, Monika Fischer (alle Marburg), Sabine Feußner (Kirchhain) und Monika Henkel (Cölbe). Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Sully (3,71)
36. Zu guter Letzt (2,88)

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