Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Action-Kino in Extremform

OP-Filmtest: „Transformers: The Last Knight“ Action-Kino in Extremform

Wenn US-Regisseur Michael Bay sich eines Films annimmt, dann kann es laut und heftig werden. Auch seine formidable Fortführung des Roboterspektakels „Transformers“ stellt keine Ausnahme dar.

Voriger Artikel
Neuer Song mit Video von Manfred Hilberger
Nächster Artikel
Kunst an 40 Orten für Nachtschwärmer

Der Erfinder Cade Yaeger (Mark Wahlberg) muss einmal mehr die Welt retten. Und weil er gegen ­riesige Roboter kämpft, geht einiges zu Bruch.

Quelle: Paramount Pictures

Marburg. Im Sommer vor zehn Jahren kam ein von Steven Spielberg produzierter Film in die Kinos, der auf einer amerikanisch-japanischen Spielzeugreihe basiert: Die „Transformers“ sind außerirdische Roboter, die sich in furchteinflößende Kampfmaschinen verwandeln können. Auf die Leinwand gezaubert wurde das laute, bunte und sehr erfolgreiche Actionspektakel neben Spielberg auch von Regisseur Michael Bay.

Bay gilt als Actionfilm-Ikone; in seinem Portfolio weiß der gebürtige Kalifornier Blockbuster vom Schlage eines „Armageddon“ und „Pearl Harbor“. Auch bei den bisher drei folgenden Teilen (2009, 2011 und 2014) saß Bay auf dem Regiestuhl. Nun schickt sich ein fünfter „Transformers“ an, weltweit an den Kinokassen zu reüssieren. Ein letztes Mal, so heißt es, unter der Regie von Michael Bay. In „Transformers: The Last Knight“ agieren Darsteller wie Mark Wahlberg und Stanley Tucci. Erstmals dabei: Schauspieler­legende Anthony Hopkins („Das Schweigen der Lämmer“).

Wie in so vielen US-Großproduktionen geht es auch in „Transformers 5“ um nicht weniger als die Rettung der Erde. Eine finale Schlacht zwischen den Robotern und der Menschheit steht kurz bevor. Verhindert werden soll der Weltuntergang durch eine höchst skurrile Allianz um den wieder von Mark Wahlberg verkörperten Ingenieur Cade Yeager.

Halbe Stunde weniger hätte es auch getan

Sukzessive wächst dieser Yeager im neuen „Transformers“ hinein in die Rolle des Weltenretters – unterstützt von einer vom legendären Zauberer Merlin abstammenden Oxford-Professorin für Geschichte (die Britin Laura Haddock), einem ebenso süßen wie couragierten 14-jährigen Mädchen namens Izabella, dem gelbschwarzen Roboter Bumblebee sowie einem englischen Land-Adligen (Hopkins). Ein rätselhaftes Artefakt, die legendären Ritter der Tafelrunde, Stonehenge und viele mythische Verweise mehr spielen eine Rolle in dieser turbulenten und nicht immer ganz nachvollziehbaren Geschichte.

Keiner der bisher veröffentlichten vier Filme war kürzer als 140 Minuten; diesmal sind es rund 150 Spielfilmminuten. Eine halbe Stunde weniger hätte es auch getan, richtig lang aber wird einem die Zeit bei Michael Bay nie. Es gibt wunderbar inszenierte Kampfchoreografien, so fließend und leicht, dass man glatt vergisst, dass es hunderte Tonnen schwere Metallroboter sind, die hier agieren. Einige der visuellen Effekte sind von avantgardistischer Qualität.

Mehr noch als im vor drei Jahren veröffentlichten vierten Teil sind es diesmal auch die darstellerischen Leistungen, die zum Gelingen des Films beitragen. Mark Wahlberg ist als ziemlich zerzauster texanischer Erfinder glaubwürdiger als im Vorgänger-Film. Sir Anthony Hopkins’ starker Auftritt sorgt zudem für ein gerütteltes Maß an britischer Noblesse. Stets an seiner Seite ist im Film ein Roboter-Butler, der zu den charmantesten Figuren der bunten Maschinenwelt gehört. Erneut wunderbar ist die Musik von Steve Jablonsky.

Wer Spektakel-Filme 
mag, ist hier goldrichtig

Der fünfte Teil der Reihe ist Action-Kino in Extremform: Der Film ist laut und schnell, großartig und enervierend. Viele Szenen sind dazu angetan, Zuschauern Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Teils muss man an die Hochgeschwindigkeits-Action der „Fast & Furious“-Reihe denken; teils aber auch an den mit mehreren Oscars bedachten „Mad Max: Fury Road“ aus dem Jahr 2015. Wer mit ähnlich gelagerten Spektakel-Filmen etwas anfangen kann, der ist hier goldrichtig, alle anderen sollten vorsichtig sein.

„Ich mache Filme“, so hat Bay einmal selbst gesagt, „für Jungs im Teenageralter“. Bay aber, darüber sollte man sich bei aller Rauschhaftigkeit seines Kinos nicht täuschen, gebietet auch über Fähigkeiten, die anderen Action-Regisseuren kaum zur Verfügung stehen: Ein ums andere Mal scheint der Amerikaner im neuen „Transformers“ Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Man weiß dann wirklich nicht mehr, wo oben und unten ist und ob solche Kategorien hier überhaupt noch eine Rolle spielen. Und der vom Regisseur beschworene Weltuntergang, der fühlt sich in solchen Momenten erschreckend real an. Sollte dies tatsächlich Michael Bays letzter Auftritt im „Transformers“-Universum sein, so handelt es sich um einen würdigen Abschied. Die Serie aber soll auch ohne ihn fortgeführt werden. Für Sommer 2018 ist ein Ableger der Reihe vorgesehen.

von Matthias von Viereck

Transformers: 
The Last Knight erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat: oscarreif mit der Note 3,67 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Würde ich auf jeden Fall noch einmal schauen.“
Stephanie Zeiler aus Weimar

„Cooler Film, Action pur.“
Verena Schneider aus Marburg

„Sehr gute Umsetzung der Story, speziell der Teil mit der Geschichte rund um die ­Tafelrunde.“
Christoph Wack aus Marburg

„Spannend, hat mir sehr gut gefallen.“
Katharina Drescher aus Kirchhain

„Sehenswert. Hat sich gelohnt.“
Dirk Kuhn aus Cölbe

„Effekte und Action genial. Teilweise haben die Witze genervt. Aber sehenswerter Film.“
Christoph Wehrmann (17) aus Biedenkopf

„Oscarreif wegen der Effekte, die einfach bildgewaltig und nicht billig gemacht sind. Ansonsten super Story, super Kämpfe.“
Nikolai Klinger (21) aus Hatzfeld

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Christopher Hecht aus Marburg, Jannis Weckesser aus Hatzbach, Kevin Sautner aus Stadtallendorf, Katharina Drescher aus Kirchhain und Verena Schneider aus Marburg. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Sully (3,71)
2. Guardians of the Galaxy 2 (3,69)
3. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (3,68)
4. Transformers 5: The Last Knight (3,67)
4. Assassins‘s Creed (3,67)
6. Vaiana (3,65)
7. Mahana – eine Maori-Saga (3,56)
8. Wonder Woman (3,50)
9. SMS für Dich (3,49)
10. Lommbock (3,47)
11. A United Kingdom (3,43)

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr