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Streit um ein junges Genie

OP-Filmtest: „Begabt ...“ Streit um ein junges Genie

Welches Umfeld verdient ein hochbegabtes Mädchen? In Marc Webbs Familiendrama stehen sich eine ehrgeizige Großmutter und ein notorisch unambitionierter Onkel gegenüber und streiten um die Erziehungshoheit.

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Mary (Mckenna Grace) und Frank Adler (Chris Evans) haben es gut zusammen. Aber werden sie auch in Zukunft zusammenbleiben dürfen?

Quelle: Twentieth Century Fox

Marburg. Die meisten Erziehungsberechtigten würden da wahrscheinlich dankbar beipflichten: Nach dem ersten Schultag von Mary sagt Lehrerin Bonnie, das Kind sei hochbegabt und gehöre auf eine spezielle Schule. Was sonst, wenn eine Siebenjährige krumme Quadratwurzeln im Kopf ausrechnet und den Abschwung im Euroraum für unausweichlich erklärt? Onkel Frank (Chris Evans) reagiert in „Begabt – Die Gleichung eines Lebens“ allerdings eher verdrossen.

Der studierte Philosoph aus Boston, der lieber in Florida­ Boote repariert, wünscht sich für seine Nichte (Mckenna Grace) ein normales Kinderleben ohne Begabtenprogramme und Erwartungsdruck. Damit sie sich nicht jung umbringt wie einst die Mutter, seine Schwester, die eine geniale­ Mathematikerin war. Dann ­
allerdings taucht die förderwütige Großmutter Evelyn (Lindsay Duncan) auf, ­ebenfalls ­Mathematikerin.

Sensible und berührende Gefühls-Choreographie

Sie fährt mit dem Mädchen an die Bostoner Elite-Uni M.I.T. und strengt eine Sorgerechtsklage an. Drehbuchautor Tom Flynn schafft einen durchgehend berührenden Film, Regisseur Marc Webb ist verantwortlich für die sensible Gefühls-Choreografie. Auch das Spiel ist durchgehend nuanciert und voller Leben, vom rastlosen Kind bis hin zur bedingungslos loyalen Nachbarin (Oscar-Gewinnerin Octavia Spencer).

Da stören dann nur wenige ­ärgerliche Schwächen das Bild. Zum einen ist es seltsam, wie Frank am Ende eine Auflösung aus dem Hut zaubert, die er die ganze Zeit mit sich getragen hat. Zum anderen springen bis zum Happy End alle nach eigenem Gutdünken mit dem Kind um. Dennoch fiebert man mit, ob das hinreißend eigensinnige Mädchen und der Onkel eine Familie bleiben dürfen.

von Fabian May

„Begabt – Die Gleichung eines Lebens“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,0 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Sehenswerter Film – authentisch gespielt – relevantes Thema.“
Gabi Betsch aus Marburg

„Sehr unterhaltsam, super Kinderdarstellerin.“
Silvia Brambring aus Marburg

„Viele Fragen bleiben offen. Wunderschön, trauriger Film.“
Alisia Merte (20) aus Kirchhain

„Toller Film und super Schauspieler! Wirklich sehr empfehlenswert.“
Gaby Rokitzki (48) aus Marburg

„Vergesst bei allem Genie die Menschlichkeit von ihrer guten Seite nicht. Davon lebt der Film.“
Jutta Nixdorf (56) aus Marburg

„Zeigt, wie wichtig die Berücksichtigung von Intelligenz und Gefühl ist.“
Barbara Wieder (47) aus Marburg

„Sehr süßer Film, süße Hauptdarstellerin.“
Marie-Christin Heinrich (23) aus Marburg

„Amerikanisch-verkitschte Darstellung von Hochbegabung.“
Sabine Reuter

„Zu Tränen rührender Film. Sehr gut gelöst.“
Carmen Schneider aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Heike Monk, Sophia Häger, Jutta Nixdorf, Myriam Schumacher und Laura Schmidt. Die Karten werden zugeschickt.

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