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Schlechte Mütter und ein berühmter Ermittler

OP-Filmtest Schlechte Mütter und ein berühmter Ermittler

Zwei Filme standen am Mittwoch als OP-Vorpremieren zur Wahl: 120 
Besucher sahen den 
Krimi „Mord im Orient-
Express“, 300 lachten in „Bad Moms 2“.

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Kathryn Hahn (von links), Mila Kunis und Kristen Bell feiern in „Bad Moms 2“ Weihnachten auf ihre Art. Rechtes Bild: Kenneth Branagh spielt Hercule Poirot in der Neuverfilmung des Klassikers „Mord im Orient-Express“.

Quelle: Tobis Film, 20th Century Fox

Marburg. Mit vielen Stars sowie sich selbst in der Hauptrolle hat Kenneth Branagh den Krimi-Klassiker „Mord im Orient-Express“ neu verfilmt. Der Brite präsentiert üppiges Unterhaltungskino à la Hollywood.

Irgendwo auf dem Balkan gerät der Luxuszug in eine Schneeverwehung und kommt auf einer Brücke über schwindelerregendem Abgrund zum Halt. Während draußen eine dunkle, stürmische Nacht tobt, wird drinnen ein Mann umgebracht – mit vielen Stichen auf dem Bett seines Schlafwagenabteils. Zufällig ist ein Passagier der berühmte belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot und der macht sich an die Aufklärung, bevor eine nahende Rettungsmannschaft die Eingeschlossenen befreien kann.

Fans klassischer Krimis ist die Geschichte wohlbekannt. Denn der Roman „Mord im Orient-­Express“ von der Krimi-Königin Agatha Christie erschien bereits 1934 und wurde seither weltweit millionenfach gelesen.

Sir Kenneth Branagh, bekannt aus dem TV als „Kommissar Wallander“, sorgt nun für eine neue Kinoversion. Der umjubelte Shakespeare-Interpret hat den Stoff seiner Landsmännin inszeniert und spielt genüsslich höchstpersönlich den Feinschmecker und Philosophen Poirot. All das ist ihm gefällig gelungen, mancher Zuschauer muss sich wohl auch erst an sein Gesicht gewöhnen, denn Branagh sieht eben eher britisch als romanisch aus.

Seine amerikanisch-britische Produktion bietet ein Allstar-Ensemble auf – darunter Penelope Cruz, Judi Dench, Michelle Pfeiffer, Johnny Depp. Doch er wäre wohl nicht Branagh, wenn er das unterhaltsam-schaurige Geschehen nicht um einige existenzielle Untertöne anreichern würde. Ein gewisser moralischer Ernst ist der Geschichte sowieso eigen. Denn eine Hintergrundrolle spielt die reale spektakuläre Entführung und Ermordung des Babys von Flieger-As Charles Lindbergh im Jahr 1932, die auch bei der Autorin Christie einen schmerzlichen Eindruck hinterlassen hatte.

Darüber hinaus schwelgt auch Branaghs „Mord im Orient-Express“ in der Pracht üppiger Bilder aus einer vergangenen Zeit. Immer wieder schweift die Kamera über die mit Hilfe von Spezialeffekten geschaffenen historischen Kulissen der Städte Jerusalem und Istanbul. Elegante Hotels und Restaurants, ein tutender Dampfer, stilvoll mit Hut, Anzug und schönen Roben bekleidete Menschen bilden die Szenerie. Doch es ist eine Welt, in der das Verbrechen überall lauert. Hier kommt es in Gestalt von Johnny Depp an Bord des Zugs.

  • Der Film läuft im Capitol-Center.

Mord im Orient-Express erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
 Premiere im Cineplex das Prädikat:  sehenswert mit der Note 3,21 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Unvorhersehbar, spannend, gute Geschichte, top Schauspieler.“
Geneviève Bandemer aus Marburg

„Ein überragender Film mit herrlich winterlicher Atmosphäre und Spannung pur.“
Lena Lange (23) aus Marburg

„Grandioser Cast, mega Story.“
Milos Hesse (17) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten aus „Orient-Express“ gehen an: Brigitte Klehm, Jochen Mogk, Juliane Scheffel, Geneviève Bandemer (alle Marburg) und Maximilian Hahn aus Weimar. Die Karten werden zugeschickt.

 

„Bad Moms 2“: Als Amy (Mila Kunis), Carla (Kathryn Hahn) und Kiki (Kristen Bell) vor gut einem Jahr als „Bad Moms“ die Kinoleinwand eroberten, weil sie die Nase voll hatten von sexlosen Ehen und Elternvertretungen, traf die Komödie offenbar einen Nerv der Zeit. Die Rabenmütter wurden zum Überraschungshit.

Jetzt ist das infernalische Trio zurück. Und wieder sind die drei Vorstandmütter genervt. Diesmal vom Weihnachtsstress mit Kuchen backen, Haus herausputzen, Geschenke kaufen und kochen. Sie wissen, dass es im Gegenzug höchstens einen kleinen Geschenkgutschein gibt. Nicht mit Amy, Carla und Kiki. Die drei schließen einen Pakt: Sie wollen sich ihr Weihnachten zurückerobern. Die „schlechten Mütter“ planen eine Überraschung der besonderen Art, haben dabei allerdings ihre Mütter vergessen, die sehr bald vor der Tür stehen.

Amys Mutter Ruth (Christine Baranski) ist eine anstrengende Weihnachtsperfektionistin, Kikis Mama Sandy (Cheryl Hines) extrem auf ihre Tochter fixiert und Carlas Mama Isis (Susan Sarandon) braucht mal wieder Geld.

Da bleibt den drei jungen 
Müttern nicht viel Zeit – Weihnachten rückt nach einigen chaotischen und den bekannt derben Gags unerbittlich näher. Es wird süßlicher: An das Fest traut sich Hollywood auch im Jahr 2017 einfach nicht heran.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Ulrike Cordes
 und Uwe Badouin

Bad Moms 2 erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat:  sehenswert mit der Note 3,19 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Mega unterhaltsam, schöne Botschaft für den eigentlichen Sinn von Weihnachten.“
Lorena Feyh aus Kirchhain

„Schreit nach Bad Grandmas.“
Ramona Hoffmann (34) aus Kirchhain

„Endlich sind wir im 21. Jahrhundert angekommen und Frauen dürfen auch Spaß haben und trinken.“
Annka Münzer aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten aus „Bad Moms 2“ gehen an: Carina Ivo aus Amöneburg, Heike Leinweber aus Weimar, Danica Preis aus Bauerbach, Viola Ende aus Marburg und Hannah Utz aus Wehrda. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Die Reise der Pinguine 2 (3,72)
2. Planet der Affen (3,35)
9. Mord im Orient-Express (3,21)
10. Bad Moms 2 (3,19)

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