Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Das Schicksal wird überlistet

OP-Filmtest: „Auf der anderen Seite ...“ Das Schicksal wird überlistet

Hochkarätiger Besuch im Cineplex: Regisseur Pepe Danquart tourt mit seinem neuen Film „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ durch Deutschland und stellte sich bei der OP-Vorpremiere den Fragen.

Voriger Artikel
Ein Traum wird zum Albtraum
Nächster Artikel
Marburg in der Nachkriegszeit

Cineplex-Geschäftsführerin Marion Closmann begrüßte Pepe Danquart bei der OP-Vorpremiere im Kino.

Quelle: Felix Busjaeger

Marburg. Als die Produktions­firma NFP ihm damals das Filmprojekt angeboten habe, sei er gleich begeistert gewesen, erzählt Danquart. Besonders das Spiel mit der existenziellen Frage „Was wäre, wenn mein Leben anders verlaufen wäre“ stelle für ihn den Reiz des Films dar. Es folgte eine Zeit der Planung und Vorbereitung. Das Zusammenstellen der Schauspieler übernahm der Regisseur überwiegend selbst.

„Uns ist mit den Schauspielern eine beeindruckende Besetzung für den Film gelungen. Besonders Jessica Schwarz liefert eine großartige Performance ab. Aber auch Felix Klare und Christoph Letkowski sind in ihren Rollen super“, sagt der Regisseur. Aber auch die Nebenrollen sind stark besetzt. Unter anderem konnte die bekannte Schauspielerin Judy Winter, die seit Jahren schon keine Kinofilme mehr gemacht hat, für den Film gewonnen werden.

Das Schicksal spendiert eine zweite Chance

Und darum geht es: Protagonistin Kati lebt seit fünf Jahren in einer glücklichen Beziehung mit ihrem Ehemann Felix. Doch allmählich kommt immer mehr Routine in ihr Leben, Felix arbeitet lieber länger und scheint die Liebe zu seiner Frau vergessen zu haben. Als Kati den unkonventionellen Künstler Mathias­ kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn und beginnt, ihre Liebe zu Felix zu hinterfragen.

Genau in der Situation der totalen Zerrissenheit spielt ihr das Schicksal einen Streich: Kati erwacht aus einer Narkose und findet sich fünf Jahre früher wieder, vor dem Beginn ihrer Beziehung mit Felix. Sie erhält eine zweite Chance bei der Suche nach der Liebe und die Möglichkeit, das Schicksal das eine oder andere Mal zu überlisten. Unterstützung erhält sie von ihren Freundinnen Lina und Marlene, die sie auf der Suche nach dem großen Glück nach Kräften unterstützen. Mit viel Humor und einigen albernen Momenten stolpert Kati durch ihre zweite Chance auf der Suche nach der großen Liebe.

Erfrischende, temporeiche Komödie

Die freie Filminszenierung der gleichnamigen Buchvorlage von Kerstin Gier, die 2011 veröffentlicht wurde, spielt überwiegend in Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Für Danquart waren die Drehorte erfrischend: „Berlin kennt man inzwischen. Frankfurt hat aber zahlreiche Plätze, die man so noch nicht in Filmen gesehen hat.“ In weniger als drei Monaten liefen die Drehvorbereitungen und die Dreharbeiten ab. „Viele unterschätzen den Aufwand, der hinter so einer Produktion steckt. Insgesamt waren weit über 200 Menschen am Film beteiligt“, berichtet der ­Regisseur.

Herausgekommen ist eine erfrischende Komödie, die temporeich eine schöne Liebesgeschichte erzählt, zahlreiche Lacher bietet und sich trotzdem mit einem existenziellen Thema auseinandersetzt. Danquart wird in nächster Zeit den Literaturverfilmungen treu bleiben, erzählt er. Er wird sich seinem Herzensprojekt, der Verfilmung von Jörg Fausers Roman „Rohstoff“, widmen.

von Felix Busjaeger

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat:  sehenswert mit der Note 3,07 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Sehr schöne, lustige, aber auch nachdenklich machende Verfilmung des Buches.“
Kirsten Lotz (54) aus Lohra

„Großartig gespielt, hat mich doch nachdenklich gemacht: Was wäre, wenn?“
Gitta Brück aus Gladenbach

„Kurzweiliger Film mit netten Lachern. Macht nicht schwermütig.“
Wiebke Struckmeier aus Marburg

„Absolut sehenswerter Film mit einer gehörigen Portion Charme und Esprit.“
Hans-Peter Janha aus Solms

„Lustig für einen netten Abend.“
Sandra Kraus aus Marburg

„Wunderschöne Komödie, bestens besetzt.“
Monika Gutbrod aus Kirchhain

„Der perfekte Film für die ganze Familie.“
Christin Kreyling aus Rauschenberg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Linus Wirt, Friedhelm Engelhardt, Achim Gutbrod, Karin Schultheiß und Anita Kaiser. Die Karten werden zugeschickt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr