Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Student mutiert zur Tötungsmaschine

OP-Filmtest Student mutiert zur Tötungsmaschine

Der Agenten-Thriller „American Assassin“ zeigt schonungslos die Folgen des Terrors. Besucher der OP-Vorpremiere haben Freikarten gewonnen.

Voriger Artikel
Das harte Leben der Königin von Afrika
Nächster Artikel
Einmal quer durch die Gefühlswelt

Dylan O‘Brien verkörpert den Nachwuchs-Agenten Mitch Rapp.

Quelle: Studio Canal

Marburg. Mit „American Assassin“ schafft es ein Agenten-Thriller mit Terrorbezug auf die Kinoleinwand. Nachwuchstalent Dylan O‘Brien zeigt sich als neuer Actionheld und wird unterstützt von Hollywoodstar Michael Keaton.
Terror. Das ist nach zahlreichen Anschlägen auf der Welt für viele Menschen nur noch ein Wort. Ein Wort, das immer wieder durch die Schlagzeilen geistert und einem deshalb auch vielleicht etwas abstumpfen lässt. Nur wer den Schrecken an der eigenen Haut erlebt oder jemanden dadurch verloren hat, weiß um die Bedeutung von Terror und wie er sich anfühlt. Eine eindrucksvolle Vorstellung davon liefert der Action-Thriller „American Assassin“.

Ein Tag am Strand verändert das Leben des Studenten Mitch Rapp, gespielt von Nachwuchstalent Dylan O‘Brien. Wenige Minuten, nachdem er seiner Freundin Katerina einen Heiratsantrag gemacht hat, tauchen zwischen Cocktails und Palmen plötzlich islamistische Terroristen auf und schießen wild um sich.

CIA bildet Hitzkopf zum Agenten aus

Regisseur Michael Cuesta („Homeland“) überzeugt gleich zu Beginn des Films mit einer schonungslosen Inszenierung des Anschlags. Nahaufnahmen holen die Zuschauer ins ­Geschehen, lassen sie den Kugelhagel unvermittelt miterleben. Auch deshalb hat die FSK den Action-Thriller wohl ursprünglich erst ab 18 Jahren freigegeben – die Besucher der OP-Vorpremiere bemängelten die FSK-Freigabe ab 16.

Während Rapp das blutige Attentat schwer verletzt überlebt, fällt seine Verlobte den Islamisten zum Opfer. Von der Rache getrieben, infiltriert er Monate später auf eigene Faust eine Terrorzelle. Das CIA wird auf den talentierten Hitzkopf aufmerksam und bildet ihn zum Anti-Terror-Agenten aus.

Sein Trainer im Geheimagenten-Camp ist CIA-Urgestein Stan Hurley. Oscar-Preisträger Michael Keaton nimmt die Rolle des erfahrenen Ausbilders und berüchtigten Kriegsveteranen vollkommen ein und überzeugt mit harten, zum Schluss aber auch mit weichen Seiten. Gemeinsam gehen Hurley und Rapp mit der Spezialeinheit Orion auf die Jagd nach Terror-Drahtziehern.

Kampfszenen sind nichts für schwache Nerven

Den Wandel von einem harmlosen Durchschnitts-Studenten hin zu einer perfekt geölten Tötungsmaschine mit Ecken und Kanten nimmt man Hauptdarsteller und Nachwuchstalent O‘Brien („Maze Runner“) problemlos ab. Dazu trägt auch seine junge und ungezwungene Art bei, die er als Rapp bei seinen Alleingängen an den Tag legt.

Obwohl er sich meistens hart und stur gibt, entspricht O‘Briens Darstellung eines Geheimagenten nicht unbedingt dem Klischee. Sie ist viel mehr weicher, subtiler und dadurch auch mehrdimensionaler. Rapp mimt auch nicht den Frauenhelden, wie es Agenten-Vorbilder wie Jason Bourne oder James Bond sonst gern tun.

Der Film unterhält durch seine dichte Handlung und das überzeugende Spiel der Hauptdarsteller. Folter- und Kampfszenen sind aber nichts für schwache Nerven. Und am Ende schweift Regisseur Cuesta auch etwas von seinem roten Faden ab und driftet vom gelungenen Thriller hin zu banaler Action, einer Atombombe und einem wenig überzeugenden Bösewicht.

„American Assassin“ basiert auf den gleichnamigen Agentenromanen des amerikanischen Schriftstellers Vince Flynn, von denen weltweit mehr als 25 Millionen Exemplare verkauft wurden. Genug Stoff für weitere Filme würden die Bücher um Rapp demnach liefern – Fortsetzung also nicht ausgeschlossen.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Aleksandra Bakmaz

American Assassin erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat:  sehenswert mit der Note 3,02 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Offenes Ende macht neugierig auf Fortsetzungen.“
Katharina Klas (27) aus Kirchhain

„Spannend, pfiffig.“
Dany Steffen aus Bracht

„In sich schlüssig, aber FSK zu niedrig, gute Schauspieler-Besetzung.“
Daniel Brodt (32) aus Taunusstein

„Nettes Popcorn-Kino.“
Markus Groß (49) aus Lahntal

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Markus Groß, Harald Steffen, Daniel Brodt, Katharina Klas und Dany Steffen. Die Karten werden zugeschickt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr