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Norman Keil begeistert mit Gefühlsmusik

Tourstart in der Acoustic Lounge Norman Keil begeistert mit Gefühlsmusik

Gemütliche Sessel, gedimmtes Licht, ein Gläschen Rotwein - fertig ist die Acoustic Lounge im TTZ in Marburg. In entspannter Atmosphäre konnten die 50 Zuschauer am Dienstagabend den Auftakt zur aktuellen Solotour von Norman Keil.

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Norman Keil auf der Bühne der Acoustic Lounge.Foto: Bosch

Quelle: Jan Bosch - www.janbosch.de

Marburg. Gemeinsam mit Niels Hofmann (Mandowar) und Cordel Unger (Porcelain in the Elephantshop) kredenzte er einen Akustik-Leckerbissen nach dem anderen.

Keil ist als Singer/Songwriter längst in der deutschen Musiklandschaft etabliert. Seit drei Jahren zupft er die Saiten bei „Wingenfelder : Wingenfelder“, den ehemaligen Köpfen von „Fury in the Slaughterhouse“. Solo macht er Gefühlsmusik mit deutschen Texten, die Geschichten aus dem Leben erzählen. Hier versinkt er, im Gegensatz zu zahlreichen Kollegen, nicht im melancholischen Sumpf der eigenen permanent gescheiterten Beziehungen, sondern erzählt neben eigenen, auch die Geschichten aus dem Leben anderer. Der beste Freund, den er nach dem Wegzug aus der Heimat Thüringen nicht mehr hatte, der rote IKEA-Schrank seines Bekannten oder eine schräge Tour als Astronaut sind die Themen seiner Songs.

Mit Nils Hofmann hatte Keil einen starken Musiker an seiner Seite. Multitalent Hofmann erfreute das Publikum mit einem ganzen Arsenal unterschiedlicher Instrumente. Ob Melodika, Klavier oder verschiedene Gitarren, immer harmonisieren die zwei auf der Bühne perfekt. Peinliche Stimmpausen und technische Probleme wurden stets mit einem Schwank aus der Jugend des anderen zu einem unterhaltsamen Angriff auf die Lachmuskeln der Fans.

Nach kurzer Pause trat auch Cordel Unger auf die Bühne. Bisher mit der intensiven Verteilung von Cognac beschäftigt, glänzte Keils „Nachbarproberaumbekanntschaft“ mit sanften Tönen auf der Querflöte. Ob allein, zu zweit oder im Trio, musikalisch und inhaltlich begeistert Norman Keil auf allen Ebenen. Jeder Song ist anders, mal ruhig, mal kraftvoll und manchmal, ja, da darf der Nils auch kräftig mit viel Distorsion in die Saiten schlagen.

Bis in die späten Abendstunden konnten sich die begeisterten Zuschauer am frischen Akustik-Pop mit deutschen Texten erfreuen. Keil ist im Oktober im Norden Deutschlands zu hören, ab Dezember auch mit den Brüdern Wingenfelder in der ganzen Republik.

von Jan Bosch

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