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New York kann Blues

"Hazmat Modine" New York kann Blues

Energie, Groove und ausgelassene Stimmung: New Yorker Musiker weckten in Marburg mit Tuba, Saxofon und Mundharmonika Südstaaten-Atmosphäre.

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Energiegeladener Auftritt mit Trompete, Saxofon und Posaune: Die Musiker von „Hazmat Modine“ aus New York begeisterten bei ihrem Konzert in Marburg mit temperamentvoller Weltmusik.

Quelle: Felix Busjaeger

Marburg. Wer Blues hört, denkt automatisch an New Orleans. Die Stadt im Süden der USA gilt als Wiege des typisch amerikanischen Sounds, der mit melancholischen Akkorden Hoffnung und Sehnsüchte der Musiker transportiert.

Dass aber auch Bands aus anderen Städten hervorragenden Blues spielen können, bewies die Gruppe „Hazmat Modine“ bei ihrem Auftritt im KFZ. Doch die Band kann noch viel mehr, kaum eine andere Formation hat in den letzten Jahren den Begriff der Weltmusik mehr geprägt als die New Yorker. Sie schaffen es auf verblüffende Art und Weise, ihren Blues mit zahlreichen anderen Musikstilen wie Gospel, Swing, Jazz oder Klezmer zu verbinden und einen eigenen Sound zu erzeugen. Aber erst die Einflüsse aus afrikanischen und hawaiianischen Musikstilen lassen die Lieder schließlich zur Weltmusik werden.

„Hazmat Modine“, dieser ungewöhnliche Name stellt das Programm der Band dar: Hazmat, ein Kofferwort aus „hazardous material“, was so viel wie Gefahrgut bedeutet, trifft auf einen Heizlüfter der Firma Modine. Das Ergebnis ist heiße, gefährliche Luft und referiert möglicherweise auf die vielerlei Blasinstrumente, die bei der Band zum Einsatz kommen. Die acht Musiker verwandelten den Saal des KFZs mit ihrer Musik in einen alten Südstaaten-Club, harmonierten perfekt miteinander und strahlten große Energie aus, die sich auf das Publikum übertrug und für ausgelassene Stimmung sorgte. Der unglaubliche Groove, der vom Tubaspieler Joseph Daley und vom jungen Schlagzeuger Tim Keiper ausging, verlieh dem Auftritt seine Struktur.

Hervorragend war die Performance von Frontmann Wade Schumann, der gleich eine ganze Armada von unterschiedlichen Mundharmonikern zum Einsatz brachte und mit deren Hilfe zahlreiche Call- and Response-Passagen spielte. Zwei Gitarren sowie Trompete, Saxofon und Posaune vervollständigten die musikalische Besetzung, spielten ungezählte Soli und sorgten für den typischen Sound der Band.

Unterbrochen von einer Pause, spielte die Band fast drei Stunden und verwandelte den Auftritt in ein besonderes Erlebnis für Jung und Alt.

von Felix Busjaeger

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