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Neuer Vorstand hochkarätig besetzt

Marburger Konzertverein Neuer Vorstand hochkarätig besetzt

Zentrale Tagesordnungspunkte während der Jahreshauptversammlung des Marburger Konzertvereins waren die Wahlen des Vorstands und des künstlerischen Beirats.

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Der neue Vorstand des Marburger Konzertvereins (von links): Manfred Eckhard, Professor Lothar Schmidt, Gabriele Hering, Dr. Friedemann Nassauer, Ursula Mohr, Klaus Muth und Dr. Peter Becker.

Quelle: Michael Arndt

Marburg. Im Vorfeld war der alte Vorstand bereits zweimal mit Musikfreunden zusammen gekommen, die eine Mitarbeit signalisiert haben – nachdem die Oberhessische Presse Mitte Januar wegen des stetigen Besucherschwunds getitelt hatte: „Konzertverein in der Krise“. Resultat ist ein hochkarätig besetzter neuer Vorstand, der aufgrund seiner fachlichen Kompetenz und seines beruflich-privaten Netzwerks den Marburger Traditionsverein voran bringen wird.

Wiedergewählt wurden Vorsitzender Dr. Friedemann Nassauer und Beisitzer Manfred Eckhard, der weiter die Geschäftsführung innehat. Als neue Beisitzer ergänzen den Vorstand: Professor Lothar Schmidt, Ordinarius am Musikwissenschaftlichen Institut der Philipps-Universität, Gabriele Hering, Vorsitzende der für die Schlosskonzerte verantwortlichen Marburger Musikfreunde, und Klaus Muth. Die Nachfolge des im März gestorbenen stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Hauptmeier, der das aktive Angehen gegen die Konzertvereins-Krise entscheidend vorangetrieben hatte, tritt Rechtsanwalt Dr. Peter Becker an. Nicht zur Wahl stand Schatzmeisterin Ursula Mohr, da sie vor vier Jahren in den Vorstand nachgerückt war und jedes Mitglied für fünf Jahre gewählt ist.

Der bisherige Beisitzer Wilhelm Stehling wird künftig zusammen mit Hans-Günther Freund als Kassenprüfer tätig sein. In den künstlerischen Beirat wiedergewählt wurden: Dr. Jutta Schuchard und Otto-Ernst Schaefer. Mit dabei ist weiter Ulrich Büchsel, der erst vor einem Jahr in das Gremium berufen wurde. Neu hinzu gekommen sind Katrin Hensel und Werner Schön, die Margret Hammann und Professor Klaus Böhmer nachfolgen.

Bei den Besucherzahlen habe sich in der vergangenen Saison der Abwärtstrend minimal fortgesetzt, legte Geschäftsführer Eckhard den 13 ins Software-Center gekommenen Vereinsmitliedern dar: 563 Zuhörer hätten durchschnittlich die Konzerte besucht, also 20 weniger als in der Spielzeit zuvor. Erfreulich sei die leichte Steigerung bei den Wahlabonnenten, die jeweils 4 bis 6 der 10 Konzerte buchten und damit durchschnittlich 54 Plätze pro Veranstaltung besetzen – gegenüber derzeit 360 Vollabonnenten.

Sorgen bereiten dem Vorstand die weiter gestiegenen Künstlerhonorare. Im Geschäftsjahr 2010 hatten sie nach Darstellung von Schatzmeisterin Mohr 144.000 Euro betragen, in einem Gesamtetat von knapp 209.000 Euro. Da jedoch nur 163.000 Euro eingenommen worden seien, kam es zu einem negativen Jahresergebnis von minus 46.000 Euro. Vorsitzender Dr. Nassauer will deshalb die Honorarkosten in den kommenden beiden Spielzeiten bei ungefähr 90.000 Euro einfrieren. Und hat trotzdem ein künstlerisch attraktives Programm geplant, zum Beispiel mit dem Geigenweltstar Midori im kommenden November.

Es sind die letzten beiden Spielzeiten in der „alten“ Stadthalle. Während dort umgebaut wird, muss der Konzertverein in eine Ausweichspielstätte umziehen. Es wird laut Nassauer wahrscheinlich das Audimax sein – wie schon während der asbestbedingten Sanierung der Stadthalle in den 90er Jahren.

von Michael Arndt

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