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Naturmalerei trifft Stahl

Galerie Schmalfuß Naturmalerei trifft Stahl

Naturmalereien mit philosophischem Hintergrund und archaische Stahlskulpturen sind in der Galerie Schmalfuß zu sehen.  „Kommst du mit in den Wald?“ fragt die aktuelle Ausstellung in der Galerie am unteren Steinweg.

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Helge Hommes und Galerist Michael W. Schmalfuß stehen vor ­einem der Waldbilder des Malers. Schmalfuß zeigt eine Stahlskulptur von Thomas Röthel.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Damit nehme sie etwas vorweg, sagte der Maler Helge Hommes bei der Vernissage. Er plant mit seiner Frau, ebenfalls Künstlerin, ein philosophisches Lebens- und Künstlerprojekt rund um den Lebensraum Wald und Natur.

Hommes zeigt atmosphärische und abstrakte Waldmotive – doch „immer mit einem kritischen Blick, so versteh ich mein ganzes Leben und so habe ich bisher immer gelebt.“ Ein zweiter Blick lohnt sich also, etwa bei den abstrakten Bildern der Reihen „Waldesruh“ oder „Into the Trees“, die massiv schwarz auf den Betrachter wirken, aber in der plastisch und borkig aufgetragenen Farbe grüne Spuren haben. Es geht Hommes um „die Architektur der Natur“, anders als in der Reihe „Morgenland“, die einen atmosphärischen Blick in den Wald bietet.

Filigrane Verzweigung massiver Blöcke

„Du bist der einzige Künstler, den ich vertrete, der ein eigenes Manifest geschrieben hat“, sagte Galerist Michael W. Schmalfuß zu Hommes. Aus dessen „Wir-Familie“, einem gesellschaftskritischen Manifest, stammen Herbert Marcuse und Hannah Arendt, die er als Porträts festgehalten hat und denen symbolisch für ihre Gedanken Drähte aus dem Kopf wachsen. „Das sind Menschen, mit denen ich mich in einer geistigen Schnittmenge sehe“, so Hommes.

Die Skulpturen stammen von Thomas Röthel. Es sind Blöcke, die Röthel in der Mitte mit einer Säge zum Glühen bringt und so Drehungen in den massiven Stahl einarbeitet. So entstehen mitunter filigrane Verzweigungen zwischen massiven Blöcken.

Drei bis vier Meter hoch können seine Skulpturen werden. In der Galerie Schmalfuß sind vorerst kleinere Werke mit 77,5 cm Höhe zu sehen. Röthel habe versprochen, dass die nächste große Skulptur nach Marburg komme. Jedoch stellt sich die Frage wie und wo sie aufgestellt werden soll, denn Röthels Skulpturen mit 1,80 Metern Höhe wiegen etwa eine Tonne.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Oktober zu sehen, Mittwoch bis Freitag 10.30 Uhr bis 13 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10.30 Uhr bis 16 Uhr.

von Mareike Bader

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