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Nasse Überraschung mit viel Spaß

Kindertheater: „Feuerwehrmann Sam“ Nasse Überraschung mit viel Spaß

Einzelne kleine gelbe Farbtupfer in Form von kleinen Feuerwehrhelmen markierten den Saal. 
Die gespannten großen Kinderaugen waren auf der Suche. Nach wem? 
Natürlich nach Feuerwehrmann Sam.

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Die kleinen Fans hatten viel Spaß bei der Bühnenadaption der beliebten Kinderserie „Feuerwehrmann Sam“.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Durch den Raum geht helle Aufregung, als die ersten Töne erklingen und sich der Vorhang lichtet. Mit Musik und Tanz wird eingestimmt und das junge Publikum kann selbstverständlich mitsingen. Als Feuerwehrmann Sam die Bühne betritt, gleicht sein Auftritt dem eines kleinen Weltstars, der freundlich seine Fans begrüßt.

Im beschaulichen ­Dörfchen Pontypandy soll ein Musikfestival stattfinden, zu dem ein geheimer Ehrengast geladen ist. Trotz des Schnüffelverbots will der kleine neugierige Norman Price herausfinden, um welche mysteriöse Person es sich da handelt und stachelt auch Mandy dazu an, die ihn immer wieder versucht, von weiteren Dummheiten abzubringen – vergeblich. Sei es Normans eingeklemmter Fuß oder eine unfreiwillige Bootstour, die er mit Mandy macht, weil er zuvor unüberlegt Ruder, Seil und SOS-Feuerwerkskörper als unnötigen Ballast aus dem Versteck wirft: Normans Neugier kann nicht gestillt werden. Aber Feuerwehrmann Sam ist immer zur Stelle, um wieder alles in Ordnung zu bringen und dabei lautet die Devise stets: „Sicherheit ist immer gut, was immer man auch tut“.

Das „Theater auf Tour“ aus Darmstadt bringt die beliebte Animationsserie „Feuerwehrmann Sam“ als deutsche Erstaufführung auf die Bühne. Dabei scheinen Sam und seine Freunde in ihren bunten Kostümen wie aus einer Animationsserie entsprungen zu sein. Die etwas tollpatschigen Figuren in ihren Ganzkörperkostümen untermalen mit ausladenden Gesten ihre Emotionen und Dialoge.

Die einzige Protagonistin, die ohne Kostüm und Playbackstimme auskommt, ist Ehrengast Sina Singern, gespielt von Christina Otto. Mit immenser Bühnenpräsenz und guter Laune fegt die junge Schauspielschülerin nonstop über die Bühne und animiert mit ihrer positiven Energie nicht nur die Kinder zum Singen, Springen und Tanzen sondern auch Elvis, mit dem sie eine kurze knackige Einlage hinlegt und ihre Ausdauer unter Beweis stellt.

Auch nach der Pause, die lange genug war um am Merchandising-Stand das elterliche Portemonnaie zu erleichtern, war die Motivation und Lust auf Feuerwehrmann Sam nicht verschwunden. Für Stimmung sorgt auch eine nasse Überraschung mit dem „defekten“ Feuerlöscher, der mit Wasser gefüllt war. Der wird am belustigten und kreischenden Publikum erprobt und löst damit – mal wieder – große Freude und Gelächter aus.

Wie in der Serie steht auch bei der Bühnenadaption von „Feuerwehrmann Sam“ der gemeinschaftliche Zusammenhalt im Mittelpunkt. Allerdings wäre es wünschenswert, das unüberlegte Verhalten Normans pädagogisch aufzugreifen und die Konsequenzen aufzuzeigen. So agieren die Figuren singend und tanzend mit Säge und Hammer in der Luft umher schwingend. Denn egal was passiert, alles kommt wieder in Ordnung und Feuerwehrmann Sam regelt das schon.

von Nigar Ghasimi

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