Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Naomi allein zu Haus

Kinostart: „Shut In“ Naomi allein zu Haus

Der Psychohorror-Film „Shut In“ spielt in der Tradition eines von der Außenwelt abgeschlossenen Schauplatzes mit der Heimsuchung durch unerklärliche Geräusche, alptraumartige Szenen und der bangen Frage, ob es vielleicht doch Geister gibt. Dennoch fällt das Fazit mit „unbefriedigend“ aus.

Voriger Artikel
Neues Team für den Krieg der Sterne
Nächster Artikel
Veronica Ferres in der Salzwüste

Hauptdarstellerin Naomi Watts als Mary in einer Szene aus dem Horrorfilm „Shut in“.

Quelle: Universum Film

Der aufregendste Aspekt bleibt wohl die Frage, wie die Macher es geschafft haben, dafür die wunderbare, wandlungsfähige Naomi Watts zu gewinnen. Die vielfach preisgekrönte 48-jährige Britin beeindruckt denn auch durch ihre Ernsthaftigkeit, mit der sie selbst diese Hauptrolle intensiv auszugestalten vermag.

Das rettet die grob gestrickte, vorhersehbare Story mit oberflächlich angelegten Figuren und Dialogzeilen wie „Leg die Axt beiseite, wir können darüber sprechen“ aber eben auch nicht. Und Watts muss sich auch noch gefallen lassen, in einer Szene nackt vor einer Toilette zu hocken und sich ordentlich zu übergeben.

Als Kinderpsychologin Mary lebt sie mit ihrem Mann und Stiefsohn Stephen (Charlie Heaton) in der Waldeseinsamkeit eines hübschen Holzhauses an der amerikanischen Ostküste. Als jedoch die Männer mit dem Auto verunglücken, wird Mary Witwe und pflegt fortan aufopfernd den gelähmten und komatösen 18-Jährigen. Eines Tages zieht ihr kleiner Patient Tom (Jacob Tremblay) bei ihnen ein – um kurz darauf bei einem Schneesturm im Wald zu verschwinden.

90 Minuten dauert das Geschehen – und die fühlen sich lang an. Vor allem braucht es ewig, bis das Grauen sich erstmals Bahn bricht. Zum Schluss verfällt das Gruselwerk gar in ein plastikbuntes Happy-End. Kleiner Trost dabei ist das liebenswerte Spiel des zehnjährigen Kanadiers Tremblay. Der hat bereits 2015 in „Raum“ auf sich aufmerksam gemacht.

von Ulrike Cordes

 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr