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Nach „The Voice“ auf die lokale Bühne

Landestheater: Artur-Molin-Konzert Nach „The Voice“ auf die lokale Bühne

Fans von Artur Molin hätten ihn am Sonntag natürlich gern im „The Voice“-Finale singen sehen. Aber weil er leider nicht so weit kam, konnte man den Schauspieler dafür in Marburg live erleben.

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Artur Molin (Mitte) hatte sich für sein Weihnachtskonzert Verstärkung geholt: Mit ihm sangen Dorothee Idahor und Cam Sisamci.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Von „Last Christmas“ bis „Stille Nacht“: Es ist alles dabei, was man bei einem launigen Weihnachtskonzert erwartet. Artur Molin, Schauspieler am Hessischen Landestheater und derzeit ganz vielen Menschen weit über Marburg hinaus als Kandidat der Casting-Show „The Voice of Germany“ bekannt, hatte zu einem Benefizabend eingeladen – und natürlich war die Bude, also die „Bühne“ am Schwanhof voll.

„Thank God it’s Christmas“ war der Abend betitelt und dieser Weihnachtssong von Queen durfte dann mit ordentlich „Schmackes“ zum Abschluss auch nicht fehlen. Artur Molin hatte sich neben Olaf Roth am Klavier und Jazzgitarrist Burkhard Mayer aus Gießen auch noch stimmliche Verstärkung mit auf die Bühne geholt: Dorothee Idahor, die im Theaterjugendclub und als Tanzstatistin aktiv ist und den jungen Marburger Cam Sisamci, der Anfang des Jahres auf der „The Voice Kids“-Bühne gestanden hatte. Dorothee sang von „My favou­rite things“ – wie vor ihr schon­ 
Julie Andrews oder Tony Bennett – und „Blue Christmas“ im Duett mit Artur Molin. Cam hatte seinen Solo-Auftritt mit „Christmas Love“ von Justin Bieber.

Texte runden stimmungsvolles Programm ab

Zur Auswahl von Molin gehörten amerikanische Klassiker wie „Winterwonderland“, „Have­ yourself a merry little Christmas“ und „Let it snow“ – allesamt wunderbar entspannt und beschwingt. Auch wenn er nicht „The Voice“ geworden ist, sondern bei den Battles Schluss war für den 39-Jährigen: Was für eine wunderbare Stimme er hat, das beweist er bei jedem Auftritt.

Es wurde aber nicht nur ­gesungen. Schauspieler Jürgen Helmut Keuchel las außerdem Texte rund um Weihnachten: „Hilfe, die Herdmanns kommen“ ebenso wie Hans Christian Andersens „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“.

Eingestimmt wurden die Besucher vor dem Beginn der Veranstaltung mit Glühwein und Kinderpunsch und wer am Ende­ den Saal nicht mit deutlich mehr Weihnachtsstimmung verließ als er gekommen war, dem ist definitiv nicht zu helfen. Zumindest nicht musikalisch.

Mitsingen durfte das Publikum natürlich auch. Als Zugabe war „Stille Nacht“ – der deutsche Weihnachtsklassiker – vorbereitet. Auf Englisch, Französisch und Polnisch von Cam, Dorothee und Artur vorgetragen und auf Deutsch dann für diejenigen, die sich im Saal trauten.

Eintritt wurde keiner erhoben, aber alle waren aufgefordert, zu spenden. Nach Angaben des Landestheaters kamen knapp 2300 Euro zusammen. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an die Initiative „Drachenherz“, die Kinder unterstützt, deren Eltern unter Suchtproblemen leiden, und an den Sozialfonds des Hessischen Landestheaters, der Kindern aus sozial­ schwachen Familien einen ­
Besuch im Theater ermöglicht.

  • Artur Molin gibt diesen Dienstag, 20. Dezember, eine Sondervorstellung von „David Bowie – The Return of Ziggy Stardust“. Mehr Infos hier.

von Nadja Schwarzwäller

 
 
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