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„Mutterbilder“ in der zeitgenössischen Kunst

Galerie Schmalfuß „Mutterbilder“ in der zeitgenössischen Kunst

13 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Auseinandersetzungen mit dem Thema „Mütter“. Zu sehen sind die Bilder, Fotografien und Plastiken in der Marburger Galerie Schmalfuß.

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Reinhard Fescharek (von links), Christine Reinckens, Helga Krüger-Kirn, die die Tagung „Mutterbilder“ verantwortete, und Galerist Michael W. Schmalfuß bei der Eröffnung.Foto: Gerstenmaier

Marburg. Eine schwangere Mutter mit ihrem Kind. Beide haben Hundeköpfe. Die Fotografie bemalter Frauenbrüste, zwischen ihnen eine Kette, auf deren Anhänger eine Frau zu sehen ist. Holzskulpturen mit dem Titel „Das Kind mit dem Bade…“ oder „Früh krümmt sich“. Eine nackte Schwangere, die am nächsten Tag ihr Kind gebären wird, in einer Holzkiste.

Derzeit ist in der Galerie Schmalfuß eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst mit dem Titel „Mutterbilder“ zu sehen. 13 teils sehr renommierte Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Österreich stellen ihre Arbeiten aus. In realistischer und surrealistischer Malerei, Skulptur, Fotografie und Zeichnung haben sie das Thema Mutterschaft verarbeitet. „Fast jeder Künstler hat etwas zu diesem Thema zu sagen“, meint Galerist Michael W. Schmalfuß. „Denn für jeden ist es ein relevantes Thema, ob als Mutter, Vater oder Kind.“

Anerkannte Künstlerinnen wie Elvira Bach, Angela Hampel oder Antoinette, aber auch männliche Künstler, gehen mit ganz verschiedenen Herangehensweisen an das Thema heran: politisch, rückblickend oder aus feministischer Perspektive. Und so ist eine tiefsinnige, interessante Ausstellung entstanden, die unterschiedliche Blickwinkel und vor allem die Vielfalt von Mutterschaft zeigt.

Die Ausstellung wurde im Rahmen der Tagung „Mutterbilder. Formen, Fakten und Visionen“, veranstaltet vom Gleichberechtigungsreferat der Stadt Marburg, in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Kulturwissenschaften und Psychologie der Philipps-Universität, eröffnet. „In der Tagung ging es aus kulturwissenschaftlicher, theologischer, psychologischer und politischer Sicht um den Körper der Frau. Die Ausstellung bebildert das und greift jede dieser Perspektiven auf“, sagte Helga Krüger-Kirn Diplom-Psychologin und Lehrbeauftragte an der Uni.

Die Ausstellung „Mutterbilder“ ist noch bis zum 22. Juni in der Galerie Michael W. Schmalfuß am unteren Steinweg, zu sehen.

von Kristina Gerstenmaier

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