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Musketiere besuchen Schlossgespenst

Marburger Schlossfestspiele Musketiere besuchen Schlossgespenst

Claude Debussys „Pelléas 
& Mélisande“ und die Kinderoper „Das Schlossgespenst & die 3 Musketiere“ stehen in diesem Jahr auf dem Programm der fünften Marburger Schlossfestspiele.

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Das „Schlossgespenst“-Team mit den Darstellern (von links) Raphael Simon Blume, Omar G. Garrido und Sophia Maeno, dem Komponisten Lionel Ginoux und der Autorin Enke Eisenberg.

Quelle: Schlossfestspiele

Marburg. Als die Marburger Regisseurin Kerstin Weiß und ihre Regie-Kollegin Enke Eisenberg, langjährige künstlerische Leiterin der Oper Köln, mit ihrem Verein „musica europa“ die Marburger Schlossfestspiele gründeten, wollten sie in Marburg Musiktheater etablieren.

Ihre Opern und Kinderopern sollten, wie der Vereinsname „musica europa“ ausdrückt, stets ein europäisches Land in den Fokus rücken
2012 starteten sie – ganz klein – 
mit Slowenien. Es folgten Spanien, England und Norwegen. Im fünften Jahr ist nun Frankreich an der Reihe.

Die Schlossfestspiele sind inzwischen stetig gewachsen. Mehr Aufführungen, mehr Zuschauer. Im Vergleich zu anderen Opernfestspielen stecken die Marburger Schlossfestspiele – blickt man auf den Etat – aber noch immer in den Kinderschuhen.

Den kleinen Etat fängt das Team hinter den Kulissen mit Fantasie und jungen internationalen Gesangstalenten auf, die den Fürstensaal als Bühne nutzen, um Erfahrungen zu sammeln. Die Sänger wohnen in Amönau, dort wird seit Jahren auch im Bürgerhaus geprobt. Als Dankeschön gibt es stets eine öffentliche Probe – wie zuletzt am Dienstag, wo Regisseur Michael Britsch und seine Darsteller Claude Debussys „Pelléas & Mélisande“ vorstellten.

Uraufführung von Kinderoper

Das 1902 in Paris uraufgeführte Schlüsselwerk des poetischen Symbolismus klingt auf den ersten Eindruck so gar nicht wie eine Oper, denn Arien sucht man vergebens. Es ist vielmehr eine musikalisches Theaterstück. Besetzt wurde es mit einem außerordentlich talentierten internationalen Ensemble. So kommen etwa die Sopranistin Tiina Lönnmark (Mélisande) aus Finnland und der Bass Jörg Schnaß (König Arkel) aus Belgien.

Debussys Stück wird von Enke Eisenberg an die besonderen Bedingungen des Fürstensaals angepasst inszeniert und von dem österreichischen Pianisten und Dirigenten André Hammerschmied musikalisch umgesetzt. Premiere ist am kommenden Freitag, 15. Juli, um 20 Uhr. Geplant sind fünf Vorstellungen.

In die Herzen der Marburger Kinder gespielt hat sich längst das Schlossgespenst Elsbeth. In diesem Jahr bekommt es Besuch von den drei Musketieren. Die Uraufführung der Kinderoper von Enke Eisenberg (Text) und dem französischen Komponisten Lionel Ginoux ist am 16. Juli um 14.30 Uhr.

Die mobile Kinderoper – die Besucher folgen dem Schlossgespenst durch den Brunnenraum und die Nordgrabenkasematte – richtet sich an Kinder ab fünf Jahren. Insgesamt sind 12 Vorstellungen geplant. Aufgrund der besonderen Bedingungen werden maximal 30 Besucher pro Vorstellung zugelassen.

Darüber hinaus können Zuschauer bei freiem Eintritt am kommenden Samstag, 16. Juli, um 20 Uhr einen romantischen Chansonabend im Rosengarten am Schlosspark erleben.

  • „Pelléas & Mélisande“ hat am Freitag, 15. Juli, um 20 Uhr im Fürstensaal Premiere. Weitere Aufführungen sind am 17., 21., 22. und 23. Juli jeweils um 20 Uhr.
  • „Das Schlossgespenst und die 3 Musketiere“ hat am Samstag, 16. Juli, um 14.30 Uhr Premiere. Weitere Aufführungen sind am 17. Juli um 11, 14.30 und 17 Uhr; am 21. Juli um 17 Uhr; am 22. Juli um 14.30 Uhr (Benefizvorstellung für die Kulturloge) und 17 Uhr; am 23. Juli um 14.30 und 17 Uhr sowie am 24. Juli um 11, 14.30 und 17 Uhr.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.musicaeuropa.de.

von Uwe Badouin

Christian Backhaus, Tiina Lönnmark und Kevin Dickmann aus „Pelléas & Mélisande“. Foto: Schlossfestspiele
 
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