Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Musiker wollen Erbe der Inka retten

Canto Sur Musiker wollen Erbe der Inka retten

Folklore trifft Moderne. Die südamerikanische Band und Musikwerkstatt Canto Sur zog die Zuhörer in der Waggonhalle mit einem Mix aus traditioneller bolivianischer und moderner Musik in ihren Bann.

Marburg. Die bolivianische Musikgruppe „Canto Sur“ tourt zurzeit mit ihrem Programm „Kollasuyo Manta“ durch Deutschland. Vergangene Woche lockte die Gruppe über 50 Musikfans in die Waggonhalle Marburg.

Mit abwechslungsreicher, folkloristischer Musik aus dem südamerikanischen Bolivien, ergänzt durch moderne Klänge und ihrer mitreißenden Art begeisterten sie die Zuhörer des zweistündigen Konzerts. Kräftige Trommelschläge mischten sich etwa mit zarteren, nicht weniger klangstarken Flötenstücken.

Die Musiker Vicente Vargas Martinez, Marco Sahonero Guitierrez, Heyson Vargas Flores, Sergio Ugarte, Juan Àlvarez, Arturo Villagomez und Arzenio Guzmán stammen aus dem bolivianischen Teil des ehemaligen Inkareiches. Mit ihrer Musik und sozialen Projektarbeit wollen sie das reiche kulturelle Erbe ihrer Vorfahren bewahren und den Zuhörern durch ihre Musik die „Seele der Anden“ vermitteln, wie sie ihren Stil beschreiben. Dabei verwenden die Künstler alte Rhythmen, Texte und authentische Instrumente wie Panflöten (Sikus), südamerikanische Flöten (Tarkas) und Wankaras. Canto Sur hat einen einen eigenen Stil entwickelt, indem die sieben Musiker traditionelle, folkloristische Musik aus Südamerika mit modernen europäischen Instrumenten vermischten. „Wir wollen unsere Musik und Kultur erhalten und der nächsten Generation weitergeben“, erzählten die Bandmitglieder.

Um die Kultur ihres Landes und ihrer indianischen Vorfahren zu bewahren, treten sie seit Jahren in aller Herren Länder auf und haben sich eine musik- und kulturinteressierte Fangemeinde geschaffen. Daneben gründeten sie in ihrer Heimat ein soziales Musikprojekt, arbeiten in ihrer Musikwerkstatt vor allem mit Kindern und Jugendlichen aus den verarmten Randgebieten der bolivianischen Hauptstadt Sucre und geben so die musikalische Tradition weiter.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr