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Musiker auf ungewohntem Terrain

„Marburg Calling“ im KFZ Musiker auf ungewohntem Terrain

Als Straßenbands begannen „Pete‘s Moonride“, „Samuel Bos & Band“ sowie „Airvin“ ihren Werdegang. Am Samstag spielten sie mit professioneller Tontechnik vor 140 ­Zuschauern im KFZ.

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Erstmals auf großer Bühne mit richtig guter Technik: die Band „Pete‘s Moonride“ mit Michael Stett (von links), Max Kleebauer, Hauke Fender, Patrick Pledl und David Braun.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Erst seit März spielt das Quintett „Pete‘s Moonride“ (Peterchens Mondfahrt) miteinander und hatte bis vergangenen Samstag nur auf Hauspartys und vor allem auf den Straßen der Marburger Oberstadt gespielt. „Das war unser erster Auftritt vor größerem Publikum und mit professioneller Tontechnik“, erklärte Hauke Fender, der lobte, dass das KFZ Newcomern eine Chance gibt.

Bandkollege Patrick Pledl warf ein: „Es ist krass, wie viel die ­gute Technikausrüstung im KFZ für den Sound ausmacht. Das ist etwas ganz anderes als auf der Straße.“ Die Band nahm die 140 Zuschauer mit auf eine musikalische Mondfahrt – von Pop, über Rock bis Reggae war alles dabei. Vor allem mit ihren sozialkritischen Songs wusste die Band zu überzeugen.

Mit tiefgreifenden Themen befassten sich auch die Texte von „Samuel Bos & Band“ – Liebe Herzschmerz, Männerfreundschaften. Bos‘ Stimme kam insbesondere bei romantischen Balladen zum Tragen. Zudem entpuppte er sich als richtig guter Gitarrist. Neben Songs zum Zurücklehnen hatte die Band auch fetzige Pop-Rock-Stücke im Repertoire.

Tanzwütig waren die Konzertgänger aber nicht. An diesem Abend war Lauschen und Genießen angesagt: Wippende Füße und nickende Köpfe waren das Höchste der Gefühle. Dabei bot der kleine Konzertsaal des KFZ für die 140 dicht an dicht sitzenden Zuhörer das passende Ambiente.

Die Band „Airvin“, die ebenfalls „auf der Straße“ begann, zeichnete für die träumerische musikalische Note an diesem Abend verantwortlich. Das gelang vor allem dank der wohl dosierten Mixtur aus Jazz- und Pop-Elementen, auf die die Band in ihren Songs setzt.

Auch die langen Instrumentalpassagen – ohne Gesang – funktionierten prächtig. Das Quartett arbeitet­ momentan an seinem ersten Studioalbum namens „Loki“, auf dem Songs über das Leben 
 dominieren, wie Frontmann ­
Kai Ramon Gelhards meinte.

von Benjamin Kaiser

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