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Musikalische Reiselust mit Ma Valise

Waggonhalle Marburg Musikalische Reiselust mit Ma Valise

Viel Spaß und gute Laune hatten am Freitagabend Ma Valise im Gepäck. Die vier Franzosen, deren Bandname übersetzt „mein Koffer“ heißt, nahmen die etwa 60 Besucher der Waggonhalle Marburg mit auf eine Reise durch ihr weltmusikalisches Repertoire.

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Ma Valise haben einen ganzen Koffer voll mit Musik aus aller Welt gepackt, den sie vor dem Publikum der Waggonhalle gerne auspackten.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Raphael Rialland (Gesang, Akkordeon, Rhodes), Ronan Niel (Gesang, Gitarre, Schlagzeug), Michel Pinault (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) und Gweltaz Niel (Kontrabass) spielten seit 1999 fast 1.000 Konzerte in allen Winkeln der Welt, was deutliche Einflüsse aus Afrika, Lateinamerika, Osteuropa in ihrer Musik hinterlassen hat.

Der kraftvolle und mitreißende Mix aus französischem Chanson, Ska, Latin und Gypsy Funk brachte das Publikum vom ersten Song zum Tanzen. Ma Valise singt weltgewandt in fünf Sprachen (Spanisch, Englisch, Französisch, Rumänisch und Kreolisch), ebenso oft wechseln die Vier ihre Instrumente.

Mal sitzt Raphael Rialland versunken am Rhodes Piano, mal tanzt er wild mit seinem Akkordeon über die Bühne. Permanent tauschen Ronan Niel und Michel Pinault zwischen Gitarre und Schlagzeug, alles untermalt Gweltaz Niel mit unterschwellig treibenden Bassläufen, die jede Hüfte in Schwung bringen.

So lebhaft und heiter ihre Musik meist wirkt, die Themen ihrer Texte handeln nicht von Feiern und Dosenbier. Sie zeigen Solidarität mit Flüchtlingen und Emigranten, sie besingen die Widersprüche des Alltags und sozialkritische Inhalte. Auch politisch behandeln sie aktuelle Themen, was in Textzeilen, wie „Sarko, why don‘t you like the Gypsies“ recht deutlich wird.

Ronan Niel bezieht nach dem Konzert Stellung: „Keiner mag Sarkozy, und schon gar nicht seine Politik!“ Auch nach mehreren Zugaben war ihre Spielfreude ungebremst. Unplugged zogen Ma Valise mit ihren Instrumenten noch lange durch die tanzende Menge.

Die Zuschauer waren der Bewegung nicht müde und feuerten die vier Franzosen mit ausgiebigem Klatschen und gesanglicher Unterstützung kräftig an, als zum Schluss noch der Nancy Sinatra Klassiker „These Boots Are Made For Walking“ angestimmt wurde.

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